Das Jahr 2022 hat begonnen – weltweit verhaltene Feiern

2021 ist geschafft. Weltweit begrüßen die Menschen das neue Jahr - in der Hoffnung, dass es besser werde und Corona bald weniger belaste. Silvester war für viele Millionen wieder anders als früher.
Titelbild
Bunte Raketen explodieren über dem Chao Phraya Fluss in Thailands Hauptstadt Bangkok.Foto: Wason Wanichakorn/AP/dpa/dpa
Epoch Times1. Januar 2022

Hunderte Millionen Menschen in Europa haben das Jahr 2022 begrüßt – in der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. In Deutschland verabschiedete sich das alte Jahr mit ungewöhnlich milden Temperaturen.

Trotz erneuten grundsätzlichen Verkaufsverbots von Feuerwerk, um die Krankenhäuser von zusätzlichen Patienten zu entlasten, waren vielerorts in Deutschland Böller zu hören, auch bunte Raketen waren am Himmel zu sehen. Im Vergleich zu früheren Jahren war die Nacht aber viel ruhiger. Private Feiern waren bundesweit nur in kleinem Rahmen erlaubt.

Silvester fiel vielerorts ins Wasser

Deutschlands größte Silvesterparty am Brandenburger Tor war abgesagt worden. Das ZDF strahlte von dort seine traditionelle Silvestershow live aus, Publikum vor Ort war nicht vorgesehen. Die Polizei war in Berlin mit einem Großaufgebot von 2500 Kräften im Einsatz, die auch die Brennpunkte im Blick hatten. Manche Straßen in Deutschland wirkten wie leer gefegt. Für viele verwirklichte sich zu Hause im Wohnzimmer der seit Jahrzehnten zu Silvester gesendete TV-Sketch „Dinner for One“ (Abendessen allein), bei dem sich zwei Menschen mit Freunden betrinken, die gar nicht anwesend sind. Diesmal spielten den alten Sketch auch Joko und Klaas bei ProSieben zur besten Sendezeit nach.

In vielen Ländern der Welt fielen die Silvesterfeiern wegen Corona verhaltener aus als sonst. Viele große Partys und Feuerwerke wurden abgesagt, darunter Festivitäten in London und Paris. Das traditionelle prachtvolle Silvesterfeuerwerk am Pariser Triumphbogen fiel aus, auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées mit Sekt anzustoßen war nicht erlaubt. In der französischen Hauptstadt und weiten Teilen des Landes galt rund um den Jahreswechsel ein Alkoholverbot auf den Straßen. Trotzdem versammelte sich auf den Champs-Élysées eine große Menschenmenge.

Traditionelle Party in Madrid

In Madrid fand nach der Absage im Vorjahr nun wieder die traditionsreichste Silvester-Massenparty Spaniens statt. Allerdings durften deutlich weniger Menschen auf den Platz Puerta del Sol als sonst, die Zahl war um etwa 60 Prozent reduziert worden. Rund 7000 Menschen begrüßten dichtgedrängt und bei Riesentrubel das neue Jahr. Der Tradition folgend verspeisten sie kurz vor Mitternacht zu jedem der zwölf, alle drei Sekunden hallenden Glockenschläge von der Uhr des Madrider Rathausturmes eine Traube – und dachten dabei an Wünsche für das neue Jahr.

In vielen Ländern der Welt begann das neue Jahr schon deutlich früher: Als weltweit Erste – bereits um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit – rutschten die Südsee-Inseln Samoa und Kiribati ins neue Jahr.

Eine Stunde später folgte Neuseeland, wo allerdings wegen Corona die meisten Events und das Feuerwerk vom Sky Tower in Auckland sowie auch alle öffentlichen Veranstaltungen in anderen Städten wie Christchurch und Wellington abgesagt worden waren.

Sydney feiert trotz Omikron

Im australischen Sydney waren – anders als beim letzten Jahreswechsel – wieder Zehntausende Zuschauer zum Feuerwerk vor der Kulisse des Opernhauses zugelassen. Interessenten mussten im Vorfeld ein Ticket für einen von rund 30 Aussichtspunkten kaufen.

In China sagten wegen Corona mehrere Städte Feuerwerke und größere Festlichkeiten ab, darunter Peking und auch Wuhan, die Stadt, in der Ende 2019 das Coronavirus als erstes ausbrach. Silvester ist für die Chinesen an sich kein besonders wichtiger Feiertag. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr diesmal erst Anfang Februar.

Teile der Welt begrüßen das neue Jahr

In Thailand – einem der wenigen Fernziele, an dem sich derzeit zahlreiche Touristen aufhalten – durften viele Lokale in der Silvesternacht ausnahmsweise bis 1.00 Uhr öffnen. In der Hauptstadt Bangkok begrüßten Zehntausende Einheimische und Touristen das neue Jahr in der berühmten Backpacker-Meile Khaosan Road. Die Corona-Zahlen sind in Thailand bisher trotz Omikron-Variante niedrig.

Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk samt Lasershow am höchsten Gebäude der Welt begrüßte Dubai das neue Jahr. In Moskau gab es um 22 Uhr MEZ ein großes Feuerwerk am Kreml und Roten Platz.

In anderen Ländern müssen sich die Menschen noch etwas gedulden: Teile Brasiliens und Argentinien können das neue Jahr erst um 4.00 Uhr MEZ begrüßen, um 6.00 Uhr folgt New York, um 9.00 Uhr Los Angeles und erst um 11.00 Uhr Honolulu in Hawaii.

Bis 13.00 Uhr MEZ am 1. Januar dauert es, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Als letztes sind die unbewohnten Eilande Bakerinsel und Howlandinsel im Pazifik dran. (dpa/oz)

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