Die Schönheit von China ist von dunklen Wolken überschattet.Foto: ED JONES/AFP/Getty Images

Britischer Geschäftsmann beschreibt seinen geplatzten Traum über China

Epoch Times18. Juni 2013 Aktualisiert: 18. Juni 2013 8:54

 

Mark Kitto ist ein Geschäftsmann aus Großbritannien und lebt bereits seit 17 Jahren in China. Er hat in seinem Heimatland Chinesisch studiert und sich ab dem Jahr 1986 in Peking weitergebildet. Danach ist er in China geblieben. Er hatte englische Magazine wie „That´s Beijing“, „That´s Shanghai“, „That´s Guangzhou“ veröffentlicht. Privat schien es ihm auch gut zu gehen. Er hat eine Chinesin geheiratet und zwei Kinder bekommen. Nach Berichten der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, habe Mark Kitto in letzter Zeit erklärt, China mit seiner Familie zu verlassen und dass sein Traum über China geplatzt sei. Nach 17 Jahren ist er nun von China enttäuscht.

Dajiyuan zufolge habe Mark Kitto im Jahr 2012 im Magazin Prospect den Artikel „Du wirst niemals ein Chinese“ (You’ll never be Chinese) veröffentlicht. In dem Artikel habe er seine Absicht erklärt, China mit seiner Familie zu verlassen und dass er bereits aus seinem Traum über China geweckt worden sei. Seine Enttäuschung lässt sich in vier Punkten zusammenfassen: Die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, die Bürokratie, die Umweltverschmutzung und die Sorge um die Erziehung seiner Kinder.

Nach Angaben von Dajiyuan wohnt Mark Kitto auf einem Dorf in der Provinz Zhejiang. Seiner Meinung nach interessiere sich die Gesellschaft in China nur für finanzielle Vorteile. Er habe gemeint, dass die Dorfbewohner ihn bei der Begrüßung nicht nach seiner Gesundheit gefragt oder Grüße an seine Familie ausrichten gelassen haben. Stattdessen haben sie gefragt, wie viel Geld er durch seine Geschäfte verdiene, wie viel sein Auto oder sein Hund koste.

Mark Kitto ist wie viele andere Geschäftsmänner Opfer von Bürokratie und Beamtenwillkür geworden. Viele seiner Magazine, deren Markenwert mehrere Millionen Dollar betragen habe, seien von der Regierung verboten worden. Danach habe er Cafeterien und kleine Hotels eröffnet. Um die Verlängerung der Lizenzen müsse er sich alle drei Jahre Sorgen machen. Er habe gemeint, dass er trotz großem Engagement immer noch in einer zeit-und kostenaufwändigen, instabilen Investitionsumgebung lebe.

Die Umweltverschmutzung ist ein weiterer Grund für Mark Kitto, China zu verlassen. Er habe erklärt, dass die schlechte Luftqualität und die vielen gesundheitsschädlichen Lebensmittel in China ihn besorgt um das Wohlergehen seiner Familie machen. Außerdem habe er gemeint, dass viele ausländische Geschäftsleute, die während des Zeitraums der Olympiade in Peking im Jahr 2008 gekommen seien, inzwischen China wieder verlassen haben. Sie haben die Luftverschmutzung, die schlechte Lebensmittelsicherheit und die Wasserverschmutzung nicht ertragen können.

Das, was Mark Kitto am meisten Sorgen bereitet, ist die Ausbildung seiner Kinder in China. Seiner Meinung nach diene die Schule in China nur dem Zweck, bei den Prüfungen gut abzuschneiden. Die Kinder haben kaum Zeit für Sport und Hobbies. Die lügnerische Propaganda der Partei in der Schulbildung war für ihn überhaupt nicht akzeptabel. Er habe erklärt, dass seine Kinder am ersten Schultag gezwungen worden seien, einen Propagandafilm über die Volksbefreiungsarmee zu schauen und die Geschichte der „Helden der Kommunistischen Partei“ zu lernen.

Sein Artikel über seinen geplatzten Traum über China hat offenbar der Regierung in China nicht gefallen. Als er auf einer Reise in den USA gewesen sei, habe die Regionalregierung mehrere Male seine Frau belästigt. Nachdem er aus den USA zurück nach China gekommen sei, sei er befragt worden. Was ihn noch mehr von China enttäuscht habe. (yh)

Artikel zu diesem Thema auf Chinesisch: „中国之梦破碎“ 英商旅居中国17年后离开

 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion