Ein in Taiwan produzierter F-CK-1-Kampfjet der Inlandsverteidigung (IDF) starte auf der Penghu Air Force Base auf der Insel Magong auf den Penghu-Inseln am 22. September 2020.Foto: SAM YEH/AFP via Getty Images

Spannungen zwischen Peking und Taiwan steigen – Massive Luftraumverletzungen durch Chinesische Armee

Epoch Times27. Januar 2021 Aktualisiert: 27. Januar 2021 14:25

Flugzeuge der chinesischen Luftwaffe, darunter 12 Kampfjets, drangen am 24. Januar zum zweiten Mal in den Luftraum von Taiwan ein. Das kommunistische Regime in Peking beansprucht das selbstverwaltete Taiwan als Teil seines Territoriums und drohte wiederholt, militärische Gewalt anzuwenden, um die Insel unter seine Kontrolle zu bringen.

Bereits am 23. Januar flogen acht chinesische Bomber und vier Kampfjets in Taiwans Verteidigungszone zwischen dem Festland und den von Taiwan kontrollierten Pratas-Inseln im Südchinesischen Meer. Am 24. Januar folgten weitere 15 Flugzeuge Pekings im gleiche Gebiet, wie Taiwan mitteilte.

Das Verteidigungsministerium von Taiwan sprach nach Angaben von Reuters von sechs J-10-Kampfflugzeugen, vier J-16, zwei SU-30, einem Y-8-Aufklärungsflugzeug und zwei Y-8-U-Bootabwehrflugzeugen, die von China ausgeschickt wurden.

Die taiwanesische Luftwaffe stieg entsprechend auf. „Es wurden Alarmeinsätze in der Luft durchgeführt, Funkwarnungen ausgegeben und Luftabwehrraketensysteme eingesetzt, um die Aktivitäten zu überwachen“, so das Ministerium.

Das Eindringen der Kampfjets am 24. Januar stellen eine Verschärfung der militärischen Aktivitäten Pekings dar, es wurden mehr Kampfflugzeuge und Bomber eingesetzt als in den vergangenen Wochen.

Peking nannte es eine „ernsthafte Warnung an externe Kräfte“

Die chinesische Regierung bezeichnete ihre Militärübungen im Luftraum von Taiwan als „ernsthafte Warnung an externe Kräfte“. Die Übungen seien notwendig, um „die nationale Souveränität und territoriale Integrität zu schützen“, teilte Peking am Mittwoch mit.

Peking behalte sich „alle Maßnahmen“ vor, um auf externe Einmischungen zu reagieren, einschließlich der Anwendung von Gewalt, so die Sprecherin des Büros für Taiwan-Angelegenheiten, Zhu Fenglian. Und: Die Taiwan-Frage sei das „wichtigste und sensibelste Kernthema in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen.“

Kurz vor seinem Amtsende hatte der frühere US-Präsident Donald Trump die jahrzehntealten diplomatischen Beschränkungen zu Taiwan aufgehoben. Die USA betrachten Taiwan als eine demokratische unabhängigen Region.

Der neue Präsident Joe Biden hatte der selbstverwalteten Insel seine „felsenfeste“ Unterstützung zugesagt, nachdem Taiwan am Samstag gemeldet hatte, dass mehrere chinesische Kampfflugzeuge seinen Luftraum verletzt hätten. Biden hatte als erster US-Präsident seit 1979 die taiwanische Vertreterin in den USA, Hsiao Bi-khim, offiziell zu seiner Amtseinführung am 20. Januar eingeladen.

Das US-Außenministerium forderte China zudem auf, seinen militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck gegen Taiwan einzustellen und einen Dialog mit den demokratisch gewählten Vertretern der Insel aufzunehmen. Die Vereinigten Staaten haben, wie die meisten Länder, keine formellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan, sind aber gesetzlich verpflichtet, die Insel mit den Mitteln zur Selbstverteidigung auszustatten.

(afp/reuters/ks)

 

 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Finanzmärkte, Handel, Medien, Ideologie, internationales Recht, Weltraum und vieles mehr sind potenzielle Krisenfelder, auf denen im übertragenen Sinn ein Krieg tobt. Für die KP China bedeutet es jedoch Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“.

Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, psychologische, biochemische, ökologische, atomare und elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Schmuggel, Sanktionen und so weiter.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Genau darum geht es im Kapitel 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ mit dem Titel „Chinas Griff nach der Weltherrschaft“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion