Die "autonome Zone" in Seattle.Foto: JASON REDMOND/AFP via Getty Images

USA: Mehrere Tote und Verletzte nach Schüssen in „autonomer Zone“ und Minneapolis

Epoch Times21. Juni 2020 Aktualisiert: 21. Juni 2020 17:55
In Seattle und Minneapolis sind zwei Menschen durch Schüsse getötet worden. Zudem gab es mehrere Verletzte.

In den US-Großstädten Seattle und Minneapolis, wo es zuletzt massive Proteste gegeben hatte, sind am Wochenende zwei Menschen durch Schüsse getötet worden.

In einer von Linksextremen eingerichteten „autonomen Zone“ in Seattle wurde nach Polizeiangaben am Samstag ein 19-Jähriger erschossen. Ein weiterer Mann sei lebensgefährlich verletzt worden. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

 „Gewalttätige Menge“ hinderte Einsatzkräfte zu den Opfern zu gelangen

Nach Polizeiangaben hinderte eine „gewalttätige Menge“ die Einsatzkräfte daran, zu den beiden Opfern zu gelangen. Die Beamten seien am frühen Morgen in der Nähe des Tatorts eingetroffen, hieß es in einer Polizeimeldung. Gewalttätige Besetzer hätten ihnen jedoch den Zugang zu den beiden Opfern verwehrt. Später sei der Dienststelle mitgeteilt worden, dass beide Opfer ins Krankenhaus gebracht worden seien. Dort sei einer der beiden Männer für tot erklärt worden, der andere ringe um sein Leben.

Der Angreifer sei weiter auf freiem Fuß, erklärte die Polizei weiter. Es liege keine Beschreibung eines möglichen Tatverdächtigen vor.

Während US-Präsident Donald Trump die autonome Zone in Seattle als „Katastrophe“ bezeichnete und mit einem Einschreiten drohte, dulden die örtlichen Behörden die „autonome Zone“. Noch am Donnerstag verteidigte Bürgermeisterin Jenny Durkan die Zone gegen Kritik.

Minneapolis: Ein Toter, elf Verletzte bei Ausschreitungen

Bei einem weiteren Vorfall in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota, wo nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd, die landesweiten Proteste, die Unruhen und Ausschreitungen Ende Mai begonnen hatten, erlitten zwölf Menschen Schussverletzungen, wie die Polizei am Sonntag mitteile.

Ein Mann sei seinen schweren Verletzungen erlegen, die elf weiteren Verletzten schwebten nicht in Lebensgefahr. Zum Alter des Todesopfers machte die Polizei keine konkreten Angaben. Auch zu möglichen Festnahmen äußerte sie sich nicht, was darauf hindeutet, dass der oder die Täter noch auf freiem Fuß sind.

Entsprechend einer Pressemitteilung der Polizei, lassen die vorläufigen Untersuchungen darauf schließen, dass „Personen zu Fuß“ gegen 12.30 Uhr zu schießen begannen und später vom Tatort flohen.

Ein erster Tweet der Polizei von Minneapolis riet der Öffentlichkeit, das Gebiet in Uptown Minneapolis zu meiden, ein Geschäftsviertel, das mehrere Bars und Restaurants umfasst. Minnesota erlaubte am 1. Juni die Wiedereröffnung von Bars und Restaurants mit eingeschränktem Service, nachdem diese wegen der Corona-Pandemie etwa sechs Wochen lang geschlossen waren.

Kleine Menschengruppen versammelten sich um die Opfer

Auf Live-Bildern bei Facebook war mindestens ein Verletzter zu sehen, der am Boden lag und von dutzenden Menschen umringt wurde. Einige von ihnen riefen um Hilfe. Auf anderen Aufnahmen, die offenbar auch von dem Tatort stammen, waren Geschäfte mit kaputten Fensterscheiben und Polizeiautos zu sehen.

Kleine Menschenmassen versammelten sich, einige kauerten über den Opfern, die auf dem Bürgersteig lagen, bevor Polizeibeamte auf Fahrrädern auftauchten, um ihnen zu helfen. Blutspritzer auf dem Bürgersteig waren in dem Video zu sehen, nachdem die Opfer in örtliche Krankenhäuser gebracht worden waren – einige mit dem Krankenwagen und andere in Privatfahrzeugen, wie die Polizei mitteilte. Die Verletzten seien alle erwachsen, hieß es in der Pressemitteilung der Polizei.

Minneapolis war Ende Mai weltweit in die Schlagzeilen geraten, als dort Floyd bei einem Polizeieinsatz verstarb. Seither gibt es in den USA landesweit Massenproteste die teilweise in Plünderungen, Angriffen auf Polizisten und Brandstiftung ausarteten.

Trump: Sicherheitskräfte könnten das Problem „in einer Stunde oder weniger erledigen

Präsident Trump rief mehrfach die Gouverneure in den Bundesstaaten auf die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Bei einem Wahlkampfauftritt in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma erklärte Trump. „Ich habe ein Angebot“, sagte er am Samstagabend. Sicherheitskräfte könnten das Problem „in einer Stunde oder weniger erledigen“. (afp/er)



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