Bremens Regierungschef fordert Vermögensabgabe zur Bewältigung der Corona-Krise – wie in der Nachkriegszeit

Epoch Times13. Mai 2020 Aktualisiert: 14. Mai 2020 9:46

Zur Bewältigung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten der Corona-Krise hat Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) eine Vermögensabgabe nach dem Vorbild des Lastenausgleichs in der bundesdeutschen Nachkriegszeit gefordert. Notwendig sei „eine gewaltige Kraftanstrengung aller staatlichen und privaten Akteure“, erklärte Bovenschulte am Mittwoch in der Bürgerschaft der Hansestadt. Der Lastenausgleich könne als Vorlage dazu dienen.

Angesichts der durch die Pandemie ausgelösten beispiellosen Krise plädierte der Regierungschef „für eine über Jahre gestreckte Vermögensabgabe“ nach dem „Vorbild der Regierung Adenauer nach dem Zweiten Weltkrieg“. Es gehe um „die ökonomische und soziale Stabilisierung“ des Landes in einem „gemeinschaftlichen Projekt“, zu der jeder gemäß seiner Leistungsfähigkeit beitrage.

Der sogenannte Lastenausgleich war nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland eingeführt worden, um die immensen ökonomischen Folgen des Krieges für große Teile der Bevölkerung abzufedern. Mit dem Geld wurden etwa Vermögensverluste durch Krieg, Vertreibung und Währungsreform entschädigt. Finanziert wurde der Ausgleich durch eine Sonderabgabe für jene, die größere Vermögen über den Krieg gerettet hatten. Die Zahlungen wurden über viele Jahre gestreckt. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion