CDU-Wirtschaftsrat rechnet mit vorzeitigem GroKo-Aus – SPD im katastrophalen Zustand

Epoch Times4. Juni 2019 Aktualisiert: 4. Juni 2019 7:59

Die künftige Präsidentin des CDU-Wirtschaftsrates, Astrid Hamker, rechnet mit einem vorzeitigen Aus der Großen Koalition. „Ich sehe meine schlimmsten Befürchtungen sogar noch übertroffen, was die Arbeit der Großen Koalition angeht“, sagte Hamker dem „Handelsblatt“. Auch der Stimmenverfall von CDU und SPD setze sich fort.

Sie sei „sehr skeptisch“, dass das schwarze-rote Bündnis bis zum Ende der Legislaturperiode durchhalte. „Die SPD ist in einem katastrophalen Zustand“, sagte Hamker, die am Dienstag beim Wirtschaftstag zur neuen Präsidentin des CDU-nahen Verbandes gewählt werden soll.

Hamker gegen Zugeständnisse an die SPD

Zugeständnisse an die Sozialdemokraten zum Erhalt der Großen Koalition lehnte Hamker ab. „Ich sehe derzeit auch nicht, dass die SPD überhaupt eine genügend starke Verhandlungsposition besitzt, um das gegenüber der Union durchzusetzen“, sagte sie. „Die SPD muss doch am allermeisten Neuwahlen fürchten.“

Auch den Zustand der Union kritisierte die Unternehmerin. „Das schlechte Wahlergebnis bei der Europawahl kommt nicht aus heiterem Himmel, ist Folge der inhaltlichen Entkernung seit über einem Jahrzehnt und der zweite Tiefpunkt nach dem Desaster bei der Bundestagswahl“, sagte Hamker.

AKK soll die Geschäfte übernehmen

Das könne man aber nicht nur bei der aktuellen Parteispitze abladen. Die künftige Präsidentin des CDU-Wirtschaftsrats sprach sich dafür aus, dass Annegret Kramp-Karrenbauer auch schnell die Regierungsgeschäfte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) übernehmen sollte.

„Frau Kramp-Karrenbauer wurde als Parteivorsitzende gewählt. Aber klar ist, dass sich der Übergang nicht zu lange hinziehen sollte“, sagte sie.

Hamker begrüßte, dass die neue CDU-Chefin ihren unterlegenen Konkurrenten im Rennen um den Parteivorsitz, Friedrich Merz, einbinde.

Das sei klug vor dem Hintergrund des knappen Wahlergebnisses beim Parteitag, sagte sie. „Ich denke, dass Annegret Kramp-Karrenbauer erkannt hat, dass sie mehr starke Köpfe braucht, um die CDU breiter aufzustellen.“ Merz kandidiert auch als Vizepräsident der Wirtschaftsrates. (dts)

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