Chinas Außenminister Wang Yi bei seinem letzten Besuch in Deutschland, am 13. Februar 2020 in der Villa Borsig des Auswärtigen Amtes im Norden von Berlin.Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP über Getty Images

Chinas Außenminister besucht Deutschland: FDP-Politikerin fordert „keine Zugeständnisse an KPC“

Von 25. August 2020 Aktualisiert: 26. August 2020 9:53
Inmitten der Spannungen zwischen Europa und China bereist der chinesische Außenminister fünf europäische Länder, darunter auch Deutschland.

Knapp zwei Wochen, nachdem US-Außenminister Mike Pompeo eine fünftägige Europareise unternommen hatte, absolviert der chinesische Außenminister Wang Yi seine Europareise ebenfalls durch fünf Länder. Sie dauert vom 25. August bis 1. September.  Inmitten der politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen Europa und China ist der Besuch sicherlich kein Zufall. Nicht nur das Timing, sondern auch die Themen dürften ähnlich sein wie beim Besuch aus den USA – die Argumente sicherlich nicht.

Wie das chinesische Außenministerium am Montag (24. August) mitteilte, beginnt Wang Yi seine Reise am heutigen Dienstag in Rom, wo er auf seinen italienischen Pendant, Luigi Di Maio, trifft. Die Gesprächsthemen dürften dieses Mal ähnliche Risse zu Tage bringen wie schon bei einer Videokonferenz zwischen Yi und Maio am 30. Juli: Corona-Pandemie, Wirtschaftspartnerschaften und die Lage in Hongkong.

Das Thema Huawei könnte ebenfalls hochkommen, denn der chinesische Konzern wurde kürzlich von der Ausschreibung der Telecom Italia für die Lieferung von 5G-Technologie ausgeschlossen.

Yis weitere Reiseetappen sind die Niederlande, Norwegen, Frankreich und zuletzt Deutschland. Es ist die erste Reise des Außenministers nach Europa, seitdem die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Pandemie im März ausgerufen hatte.

„Auch die unangenehmen Themen müssen auf den Tisch“

Anlässlich des Deutschlandbesuchs forderte Gyde Jensen (FDP), Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte, dass bei den Gesprächen „auch die unangenehmen Themen auf den Tisch“ gebracht werden müssten.

Die Bundesregierung müsse Präsident Xi Jinping und seinen Ministern deutlich machen, dass jedes Treffen „im Schatten des Völkerrechtsbruchs durch das Sicherheitsgesetz in Hongkong und die Menschenrechtsverletzungen“ in Xinjiang stehe. Es dürfe „keinerlei Zugeständnisse der Bundesregierung an die Volksrepublik geben“, zitiert das „Handelsblatt“ die FDP-Politikerin.

„In Gesprächen darf es nicht um Zugeständnisse an die #CCP [KP Chinas] gehen, sondern um Konsequenzen“, schrieb Jensen auf Twitter.

Im Streit über den Umgang mit Hongkong und der muslimischen Minderheit der Uiguren, aber auch über den 5G-Ausbau haben sich die Spannungen zwischen Peking und dem Westen zuletzt verschärft.

Die USA verhängten wegen der Hongkong-Krise und des Vorgehens Pekings gegen die Uiguren Sanktionen gegen Vertreter der Kommunistischen Partei Chinas. Die Bundesregierung legte aufgrund des neuen Nationalen Sicherheitsgesetzes von Peking für Hongkong ein Auslieferungsabkommen mit der einstigen britischen Kronkolonie auf Eis.


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion