Demonstration in Köthen. 9.September 2018.Foto: ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images

Ein Tatverdächtiger im Fall des gestorbenen Kötheners sollte abgeschoben werden – Heute erneut Demo angekündigt

Epoch Times10. September 2018 Aktualisiert: 10. September 2018 17:16
Gegen einen der beiden tatverdächtigen Afghanen in Köthen gab es bereits Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Am heutigen Montag um 19.00 Uhr findet eine weitere Demonstration statt.

Einer der Tatverdächtigen im Fall des in Köthen gestorbenen 22-jährigen Manns sollte abgeschoben werden. Die zuständige Behörde habe bereits im April bei der Staatsanwaltschaft die Zustimmung zur Abschiebung beantragt, dies sei aber aufgrund laufender Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zunächst abgelehnt worden, sagte Sachsen-Anhalts Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) am Montag vor Journalisten in Magdeburg. Erst zwei Tage vor dem Todesfall sei ein neuer Antrag genehmigt worden.

Zu diesem Zeitpunkt war das Ermittlungsverfahren so weit fortgeschritten, dass er hätte abgeschoben werden können. Weitere Verfahren hatten sich Keding zufolge zudem erledigt.

In Köthen war in der Nacht zum Sonntag ein 22-jähriger Deutscher gestorben. Zwei tatverdächtige Afghanen im Alter von 18 und 20 Jahren wurden kurz darauf vorläufig festgenommen, am Sonntagabend erging gegen sie Haftbefehl wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge. Der zweite Afghane hat den Angaben zufolge eine Aufenthaltserlaubnis.

Nach Angaben der Ermittler starb der 22-Jährige an akutem Herzversagen. Er litt an einer schweren Herzerkrankung. Es gebe keine Hinweise, dass es zu tödlichen Verletzungen durch Schläge und Tritte etwa gegen den Schädel gekommen sei, sagte Keding.

Vor dem Tod des Manns soll es in Köthen zu einer Auseinandersetzung zwischen mindestens zwei Afghanen und mindestens zwei Deutschen gekommen sein, in deren Verlauf der 22-Jährige dann starb. Zum Tatgeschehen gaben die Ermittler zunächst weiterhin keine Einzelheiten bekannt. „Wir stehen noch mittendrin in den Ermittlungen“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Nopens.

Nach dem Todesfall wurde in Onlinenetzwerken zu einer Demonstration aufgerufen, an der sich laut Polizei am Sonntagabend rund 2500 Menschen beteiligten. Darunter waren nach Angaben von Landesinnenminister Holger Stahlknecht (CDU) auch „400 bis 500 Personen der rechten Szene“ aus Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern. An den Gegenprotesten beteiligte sich demnach 220 Menschen.

Am heutigen Montag um 19.00 Uhr findet eine weitere Demonstration statt. Angemeldet wurde diese vom AfD-Landtagsabgeordneten Hannes Loth, demnach soll es 300 Teilnehmer geben. Startpunkt ist laut dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld der Köthener Markt. (afp/dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion