Hunderte Windräder in Sachsen vor dem Aus – Grüne wollen Wald für neue Windräder abholzen

Epoch Times6. November 2018 Aktualisiert: 6. November 2018 13:59
Windräder, die älter als 20 Jahre sind, werden vom Staat nicht mehr subventioniert. Das könnte bedeuten, dass ab 2021 bis zu 730 Anlagen allein in Sachsen abgeschaltet werden. Um die Kapazität jedoch halten zu können, ist dann ein deutlicher Ausbau nötig. Der kostet wiederum Geld und Wald und erhöht den Strompreis.

Von den 921 Windrädern in Sachsen stehen in den nächsten drei Jahren 356 Anlagen vor dem Aus, bis 2031 sogar 730 Anlagen. Wenn nach zwanzig Jahren Laufzeit die Subventionen wegfallen, arbeiten die Windräder nicht mehr wirtschaftlich und müssen verschrottet werden. Damit würden zwei Drittel der heute aus Windkraft erzeugten Energie wegfallen, berichtet „DNN“.

Sachsen hinkt in Sachen Windkraft allen anderen Bundesländern hinterher. Nun muss das Land aufholen, denn der Bund arbeitet bereits an einer neuen Klimaschutzstrategie, in deren Resultat bis 2030 mindestens 65 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gewonnen werden müssten. „Dann wird Sachsen gezwungen werden, deutlich mehr zu machen“, zitiert DNN den Grünen-Energieexperten Gerd Lippold .

Für Klimaziele der Bundesregierung muss Wald gerodet werden

Die Staatsregierung hat eine Potentialanalyse für neue Windräder ausarbeiten lassen, die davon ausgeht, dass bis zu ein Prozent des sächsischen Waldes gerodet werden muss, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Die Grünen unterstützen laut der Zeitung diese Pläne.

Jörg Urban, umweltpolitischer Sprecher und AfD-Fraktionsvorsitzender, weiß, dass Windenergie ohne dauerhafte Subventionierung nicht existieren kann. Er erklärt:  „Jahrelang wurde den Bürgern erzählt, dass Windenergie immer günstiger werden würde und sich bald wirtschaftlich selbst trägt. Nun bricht diese grüne Propaganda zusammen.“

Seiner Ansicht nach bleibe die falsch konstruierte Energiewende ein Fass ohne Boden, so würden es CDU, SPD, Grüne und Linke wollen. Bürger und Wirtschaft würden damit weiter unter den höchsten Strompreisen in ganz Europa ächzen müssen, „mit fatalen Folgen für Geldbörse und Wirtschaftsstandort,“ so Urban.

„Diese Bigotterie ist unerträglich“

So richtig absurd werde die „angeblich ökologische Energiewende“ für ihn aber dann, wenn für neue Windräder im großen Stil Wald abgeholzt werde. In Hessen hätten Grüne und CDU diesen Kahlschlag bereits vorgemacht. In Sachsen müssten 10 Millionen Bäume gefällt werden, um ein Prozent der Waldfläche mit Windrädern vollzustellen.

Die Staatsregierung hält sich zu den Plänen noch bedeckt, die sächsischen Grünen signalisieren ihre Unterstützung. Urban: „Diese Bigotterie ist unerträglich. Wenn für einen Braunkohle-Tagebau der Hambacher Forst gerodet werden muss, üben die Grünen den Schulterschluss mit linksextremen Gewalttätern und Tagebaugegnern. Die Abholzung großer Waldflächen für Windräder findet dagegen ihre volle Zustimmung.“ (nmc)

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