„In tiefer Dankbarkeit“: Steinmeier schreibt Gorbatschow zu 30 Jahren Mauerfall

Epoch Times5. November 2019 Aktualisiert: 5. November 2019 12:37
Bundespräsident Steinmeier hat Michail Gorbatschow zu 30 Jahren Fall der Berliner Mauer einen Brief geschrieben.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem früheren Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und späteren Staatspräsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, zu 30 Jahren Fall der Berliner Mauer einen Brief geschrieben.

„Wir haben nicht vergessen und wir werden nicht vergessen, dass das Wunder der friedlichen Wiedervereinigung meines Landes und das Ende der Teilung Europas nicht möglich gewesen wäre ohne die mutigen und menschlichen Entscheidungen, die Sie damals persönlich getroffen haben“, schreibt Steinmeier. Er sei sich wohl bewusst, dass sich im Rückblick längst nicht alle Hoffnungen jener Tage erfüllt hätten.

Am meisten schmerzt mich der Zustand der deutsch-russischen und europäisch-russischen Beziehungen“, so Steinmeier.

Es bleibe Auftrag und Verpflichtung, sich mit der gewachsenen Entfremdung der letzten Jahre nicht abzufinden und das Ziel einer gemeinsamen Zukunft in Frieden und Zusammenarbeit nicht aus den Augen zu verlieren.

„Aber in diesen Tagen will ich Ihnen vor allem anderen aufrichtig und ausdrücklich sagen: Deutschland ist Ihnen auf immer zu großem Dank verpflichtet und in tiefer Dankbarkeit verbunden“, so der Bundespräsident weiter. (dts)

Eine Buchempfehlung

Das sozialistische System in Osteuropa war voll und ganz ein Produkt der Sowjetunion. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf der Konferenz von Jalta die Aufteilung der Macht beschlossen, wodurch Osteuropa in die Hände der Sowjetunion gelangte.

Im östlichen Teil Deutschlands übernahm die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die Macht mit dem erklärten Staatsziel, einen Sozialismus nach sowjetischem Vorbild aufzubauen. In den ersten Jahren nach 1945 herrschte die Macht der Gewehre, über Nacht wurden beliebig Menschen abgeholt und deportiert. Die SED sicherte ihre Parteidiktatur und Alleinherrschaft später durch die Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) im Jahr 1950 ab.

Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und der Sowjetunion wurde der Kommunismus nach und nach schwächer – nach außen hin. Er hat sich nicht aufgelöst. Ganz im Gegenteil. Durch Subversion und andere Methoden hat er ganz subtil die Gesellschaft durchdrungen und tatsächlich sein Ziel erreicht: Die moralischen Werte der Menschen und ihre Kultur zu zerstören und kommunistische und sozialistische Ideologien verbreiten. Darum geht es in diesem Buch.

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