Maskenpflicht trotz unbelegter Wirksamkeit – AfD Niedersachsen fordert: „Keine Maskenpflicht an Schulen“

Von 19. September 2020 Aktualisiert: 20. September 2020 12:47
Im Gesundheitsausschuss des Bundestages hatte Charité-Chefvirologe Christian Drosten Zweifel an der Wirksamkeit von Masken bei der Corona-Prävention anklingen lassen. Bildungsministerin Karliczek will eine Maskenpflicht an Schulen dennoch nicht generell ausschließen. Die AfD fordert: "Keine Maskenpflicht an Schulen"

Im Zusammenhang mit dem Umgang mit der Corona-Gefahr an Schulen will Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) eine Maskenpflicht im Unterricht als denkbare Maßnahme zur Infektionsprävention nicht ausschließen. Unterdessen führen Gegner eines solchen Schrittes den Charité-Virologen und Corona-Berater Christian Drosten als Kronzeugen für ihre Position an, wonach der Nutzen der Atemschutzmasken mit Blick auf das Ansteckungsrisiko zu gering sei, um eine Maskenpflicht im Schulunterricht rechtfertigen zu können.

Gegenüber dem „Focus“ erklärte Karliczek laut Vorabmitteilung vom Freitag (18.9.), sie wolle sicherstellen, dass es im Herbst nicht wieder zu großflächigen Schulschließungen samt Unterrichtsausfall kommt. In diesem Zusammenhang äußerte sie: „Wir brauchen einen verlässlichen Unterricht – das streben die Bundesländer auch an.“

Trotz funktionierender Hygienekonzepte in den Ländern könne es zu Corona-Fällen an Schulen kommen, sagte Karliczek. In diesem Fall müsse entsprechend reagiert werden, damit das Virus eingedämmt werden könne. „Für die, die daheim sind, muss es Digitalunterricht geben“, forderte die Ministerin.

Eine Maskenpflicht im Unterricht schloss Karliczek für den Fall nicht aus, dass es im Herbst zu deutlich höheren Infektionszahlen komme. „Wir müssen das Infektionsgeschehen an den Schulen genau beobachten“, sagte sie. Um den Präsenzunterricht im Fall besorgniserregender Infektionszahlen zu gewährleisten, solle keine Maßnahme ausgeschlossen werden.

Niedersachsen: AfD-Fraktion bringt Anfrage zu Schul-Maskenpflicht im Landtag ein

Gegen einen solchen Schritt hat nun die Fraktion der AfD im Landtag von Niedersachsen parlamentarische Initiative ergriffen. So verweist der Abgeordnete Stephan Bothe im Zusammenhang mit einer aktuellen Anfrage der Fraktion unter dem Titel „Keine Maskenpflicht an Schulen“ auf Experteneinschätzungen, die davor warnen, die Schutzwirkung einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb des Pandemiegeschehens überzubewerten.

In der Anfrage wurde beispielsweise auf einen offenen Brief von mehr als 100 Medizinern, Sozialarbeitern und Pädagogen unter der Federführung von Dr. med. Karin Michael von der Kinderambulanz des Gemeinschaftskrankenhauses in Herdecke an die Schulministerin von NRW von Anfang August verwiesen. Dort vermissten die Unterzeichner „stichhaltige Nachweise für die Verhältnismäßigkeit“ einer Maskenpflicht an Schulen und sprachen gar von der Gefahr einer Verstärkung von Angststörungen bei Kindern, die übertriebene Vorsichtsmaßnahmen bewirken könnten.

„Nur 123 Infektionen mit einem Coronavirus – möglicherweise aber nicht SARS-CoV-2“

Außerdem ist in der Anfrage die Rede von einem Projekt „Energieeffiziente Belüftung von Operationsräumen“ der Hermann-Rietschel-Institut (HRI), der zufolge die Verwendung von Schutzmasken nicht einmal in der prekären Situation chirurgischer Eingriffe einen signifikanten Einfluss auf die Anzahl postoperativer Wundinfektionen gezeigt habe. Als ein möglicher Grund sei darin angeführt worden, dass die nicht ausreichend eng genug anliegenden Masken die Ausatemluft ungefiltert in den OP-Raum gelangen ließen.

Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Harm Rykena, wirft der Landesregierung zudem vor, ohne Not in Panikreaktionen zu verfallen und den Schulunterricht auf der Basis unpräziser Daten mit Einschränkungen zu belasten. Kultusminister Grant Hendrik Tonne hatte erklärt, 106 von 1,3 Millionen Schülern und 17 von 81.000 Lehrern in Niedersachsen seien „mit einem Coronavirus infiziert“. Auf Rückfrage im Rahmen einer aktuellen Stunde musste Tonne jedoch einräumen, dass in keinem der genannten Fälle nachgewiesen sei, dass es sich um das neuartige Coronavirus handele, das in Form der COVID-19-Erkrankung zutage trete.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) warnte hingegen im Landtag davor, fortwährend Zweifel an den Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung der Pandemie zu säen.

Drosten: „Keine wissenschaftlichen Belege“

Kritiker einer weitreichenden Maskenpflicht, insbesondere einer solchen an Schulen, verweisen zudem auf Aussagen des bekannten Virologen Christian Drosten, der am 9. September in einer Anhörung des Gesundheitsausschusses ebenfalls Zweifel bezüglich einer nachweisbaren Wirksamkeit der Schutzmasken im Alltag gegen die Verbreitung des Coronavirus geäußert hatte.

So erklärte er im Ausschuss (ab ca. Minute 8:15), es sei ungewiss, ob die Verwendung von Alltagsmasken in großer Verwendungsweite „nicht dazu führt, dass im Durchschnitt die erhaltene Virusdosis in einer Infektion geringer ist und dass im Durchschnitt der Krankheitsverlauf auch weniger schädlich sein könnte“.

Maske auch noch nötig, wenn die Impfungen losgehen

Es gebe diesbezüglich keine wissenschaftliche Belege, erklärte Drosten. Zudem gebe es „umgekehrt eben Länder, in denen man sagen kann, es wurde von Anfang an durchgängig Maske getragen, dazu gehören sehr viele asiatische Länder, und trotzdem ist es zu großen Ausbrüchen gekommen.”

Drosten warnte allerdings auch in Anbetracht dieser Überlegungen vor „Spekulationen“. Am Freitag (18.9.) ging er im Interview mit der „Deutschen Welle“ ungeachtet aller ungeklärten Fragen davon aus, dass man die Masken „so schnell nicht loswerden“ würde. Auch wenn es in absehbarer Zeit eine Impfung gäbe, werde der größte Teil der Bevölkerung den Mundschutz weiter verwenden. Seine Prognose: „Das nächste Jahr wird ein Jahr sein, in dem wir Masken tragen.”

(Mit Material von afp)

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