Mordfall von Sankt Augustin: Tatverdächtiger Brian S. (19) gesteht Tötung der 17-Jährigen im Streit

Epoch Times3. Dezember 2018 Aktualisiert: 3. Dezember 2018 20:05
Der Tatverdächtige im Mordfall von Sankt Augustin ist geständig, Gewalt gegen das Mädchen ausgeübt zu haben.

+++UPDATE+++Im Fall der in Sankt Augustin bei Bonn getöteten 17-Jährigen hat der Verdächtige die Tat gestanden:

Der Beschuldigte räumt ein, Gewalt gegen sie ausgeübt zu haben.“

(Robin Faßbender, OSt, Bonn)

Man gehe von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus. Eine Waffe sei nicht benutzt worden, so der Oberstaatsanwalt. Genauere Angaben zu den Tatumständen wurden jedoch nicht gemacht, berichtet die DPA.

Nach Angaben des „Spiegel“ sagte der 19-Jährige aus, dass sie sich erst am Freitagabend kennengelernt hätten und zusammen in eine Kneipe gewesen wären. Anschließend sei die 17-Jährige in die Asylunterkunft mitgegangen. Dort habe es in der Nacht auf Samstag Streit gegeben und Brian S. habe das Mädchen getötet.

Der Deutsch-Kenianer soll seit seiner Kindheit bereits in Deutschland leben und auch hier zur Schule gegangen sein.

Tödliches Treffen im Flüchtlingsheim

Sie hatten sich offenbar über die sozialen Medien kennengelernt, die 17-Jährige aus Unkel und der 19-jährige Tatverdächtige, ein Deutsch-Kenianer.  „Wir gehen derzeit davon aus, dass sich die beiden erst kurz kannten und dass sie dann die Wohnung in der Unterkunft gemeinsam aufgesucht haben“, so Robert Scholten, Sprecher der Polizei Bonn.

Ihren Eltern hatte sie gesagt, dass sie eine Freundin in Sankt Augustin besucht. Dort kam sie jedoch nie an. Am Freitag gaben die besorgten Eltern eine Vermisstenanzeige auf. Am Sonntag, gegen 17 Uhr, fanden Passanten die Kleidung der Jugendlichen und ihre Handtasche an einem kleinen Weiher, rund drei Kilometer entfernt von dem Flüchtlingsheim.

Drei Stunden später wurde die Leiche des Mädchens gefunden: „Aufgrund der Gesamtumstände übernahm eine Mordkommission unter Leitung von KHK Thomas Winterscheidt zusammen mit Staatsanwältin Claudia Heitmann die Ermittlungen vor Ort“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei Bonn.

Die Recherchen zum Tatmotiv und zum genauen Hergang laufen noch. (…) Der Tathergang und die genaue Rekonstruktion steht für uns zusammen mit der Spurenauswertung noch an.“

(Robert Scholten, Polizeisprecher, Bonn)

Der 19-Jährige lebte in einer Flüchtlingsunterkunft in Sankt Augustin, rund 27 Kilometer nördlich der Heimatstadt des Mädchens. Hier sind neben Asylbewerbern auch Wohnungssuchende untergebracht.

Der Tatverdächtige solle im Laufe des heutigen Montags noch dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte nach „Welt“-Angaben der Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft, Robin Faßbender. Der 19-Jährige hatte der Polizei selbst gesagt, wo die Leiche zu finden sei.

Er hat auch noch weitere Angaben gemacht, die wir zurzeit überprüfen.“

(Robin Faßbender, Staatsanwaltschaft Bonn)

Auf Details ging der Sprecher jedoch nicht ein, ebenso wenig auf Tatmotiv und Todesumstände. (sm)

 

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