Ein A400M-Militärtransporter der Luftwaffe.Foto: Holger Hollemann/dpa

Bundesregierung: Nur acht von 19 ausgelieferten A400M fliegen

Epoch Times3. August 2018 Aktualisiert: 3. August 2018 11:45
Nach Auskunft der Bundesregierung sind derzeit nur acht Maschinen des neuen Bundeswehr-Transportflugzeugs A400M einsatzbereit.

Von den 19 bislang ausgelieferten neuen Transportflugzeugen des Typs A400M sind nur etwa acht einsatzbereit. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte am Freitag in Berlin einen entsprechenden Bericht der Funke Mediengruppe, der sich auf eine Anfrage der Linksfraktion bezog. Ein Ministeriumssprecher sieht bei dem Transportflieger aber gleichwohl einen „aufsteigenden Trend“ und bereits jetzt einen „unglaublichen Fähigkeitszugewinn“.

Die A400M hat wegen zahlreicher Verzögerungen und Pannen keinen guten Ruf. „Wir wollen nicht verhehlen, dass es immer wieder auch ungeplant Störungen gibt“, räumte der Sprecher auf Anfrage ein. Allerdings sei es bei einem System in der Einführungsphase auch üblich, dass wegen Wartungs- und Umrüstungsarbeiten ein Teil der Maschinen tagesaktuell nicht zur Verfügung stehe. „Entscheidend ist die Richtung, in die wir uns bewegen, und die ist gut“, sagte der Sprecher weiter.

Er verwies auf zusätzliche oder verbesserte Fähigkeiten für die Bundeswehr, die mit den neuen Maschinen bereits erreicht wurden. Dies gelte für den inzwischen möglichen geschützten Transport von Soldaten und Material nach Afghanistan ebenso wie für die am Montag erfolgte Vorstellung des mit modernster medizinischer Ausrüstung versehenen A400M Medevac. Auch als Tankflugzeug könne die Maschine inzwischen eingesetzt werden. Insofern sei die Zahl der gerade tagesaktuell verfügbaren Flugzeuge, die sich auch ständig ändere, nicht sehr aussagekräftig.

Deutlich kritischer äußerte sich Linken-Fraktionsvize Sevim Dagdelen. „Der A400M entpuppt sich wie der Eurofighter als ein Milliardengeschenk an den Rüstungskonzern Airbus, was Steuerzahler teuer zu stehen kommt“, sagte sie den Funke-Zeitungen. Während die Auslieferungszeiten immer weiter nach hinten gestreckt würden, nähmen die Kosten stetig zu.“ „Statt Milliarden Euro in Rüstungsprojekten zu versenken, sollte das Geld in die Bildung und gegen den Pflegenotstand oder die Wohnungsnot investiert werden“, forderte die Linken-Politikerin.

Die A400M soll die veralteten Transall-Transporter der Bundeswehr ersetzen. Insgesamt sind 53 der Maschinen bestellt worden. (afp)


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