Mit erhöhtem Polizeischutz begann am Dienstag der Prozess gegen die 23 bis 47 Jahre alten angeklagten Familienmitglieder.Foto: iStock

Opfer skalpiert: Ehrenmord-Prozess gegen syrische Großfamilie in Essen

Epoch Times22. Januar 2019 Aktualisiert: 22. Januar 2019 16:50
13 Familienmitglieder sollen den 19-jährigen Liebhaber einer zwangsverheirateten 17-jährigen Syrerin mit Messern malträtiert und teilweise skalpiert haben. Der Prozess am Landgericht Essen begann am Dienstag unter besonderem Polizeischutz.

Am Dienstag begann vor dem Landgericht Essen ein Gerichtsprozess um einen außergewöhnlichen Fall. Mitglieder einer syrischen Großfamilie haben im Mai 2018 einen 19-jährigen Syrer durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt und ihm teilweise die Kopfhaut abgezogen. Der junge Mann überlebte durch eine Notoperation.

Die Staatsanwaltschaft geht bei der Anklage von einem versuchten Mord aus. Der Auslöser für die Bluttat soll ein Verhältnis zwischen dem 19-jährigen Opfer und einer bereits nach islamischem Recht verheirateten 17-jährigen Jugendlichen aus der Großfamilie sein.

Der Prozess gegen die 23 bis 47 Jahre alten angeklagten Familienmitglieder begann unter besonderem Polizeischutz. Zehn von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Es handelt sich bei den Angeklagten um elf Männer und zwei Frauen.

Verhängnisvolle Affäre begann im Deutschkurs

Im Deutschkurs hatte sich ein 17-jähriges Mädchen der Familie, das bereits zwangsverheiratet war, in den jungen Mann verliebt. Es begann eine heimliche Affäre.

Die Familie erfuhr von dem Verhältnis und beschloss den Tod des Liebhabers. Daraufhin lauerte ein Teil der Familie dem Syrer im Mai 2018 vor seiner Wohnung auf.

Dort verpassten sie ihm Faustschläge, schlugen mit Latten auf ihn ein und stachen ihm mit Messern in Bauch und Lunge. Dabei trennten sie ihm auch einen Teil der Kopfhaut ab.

Mit viel Glück und einer Notoperation überlebt

Bei der polizeilichen Vernehmung sagte einer der Tatverdächtigen:

Es ist Brauch in Syrien, dass nach einem Ehebruch beide getötet werden.“

Am ersten Verhandlungstag weinte die Mutter der 17-Jährigen immer wieder auf der Anklagebank. Sie soll ihre Tochter als Ehebrecherin gesehen haben und gilt als eine der Drahtzieherinnen der Tat, berichtet der „WDR“.

Nur mit viel Glück und einer Notoperation überlebte der junge Mann damals die Lynchattacke. (er)


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