Pseudo-Sozialismus à la Merkel ruiniert Deutschland – Renommierter Unternehmensberater bezieht Stellung

Daniel Stelter, Unternehmensberater, wirft der Regierung Merkel ein Umverteilen statt Wirtschaftsförderung vor, an deren Ende immer größere Teile der Bevölkerung auf die Sozialkassen angewiesen sein werden. Aber wer zahlt das dann?

In einem Artikel für das „Manager Magazin“ beschreibt Unternehmensberater Daniel Stelter, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel bisher möglich war, die Wohlstandsillusion in Deutschland aufrecht zu erhalten.

Stelter war über 20 Jahre für die Boston Consulting Group (BCG), zuletzt als Senior Partner, Managing Director und Mitglied des BCG Executive Committee tätig. Dass es mit dem Wohlstand bald vorbei sein könnte, beschreibt der Gründer des Diskussionsforums „Beyond the Obvious“, mit diversen Verweisen auch auf andere Experten.

Die Illusion wird platzen

Bisher profitierte Deutschland von einer hohen Nachfrage nach Produkten aus dem Auto- und Maschinenbau, bei gleichzeitig schwachem Euro. Neben der Niedrigzinspolitik einer der Hauptgründe, warum es bis jetzt funktionierte. Das Sozialversorgungssystem wurde vor Kanzlerin Merkel durch die Hartz IV Reformen zwar gestutzt, aber unter ihr aufgeweicht und unvorstellbar bürokratisiert. Als die Migrantenflut 2015 einsetzte, wurde es immer enger, aber vieles ließ sich noch verbergen.

Die Brüche werden inzwischen immer deutlicher sichtbar: Geringe Produktivitätszuwächse bei kleinen und mittelständischen Betrieben, da deren Kapital durch hohe Kosten für immer neue bürokratische Regulierungen aufgefressen wird. Außerdem tragen sie im Vergleich zu großen Kapitalgesellschaften eine zu hohe Steuerlast.

Steigende Abgaben finden sich im Sozialbereich, die gerade kleine und mittlere Einkommen überproportional belasten und dadurch Kaufkraft vernichten. Aus Kleingewerbetreibenden wurden  Hartz IV Empfänger. Die Einführung des Mindestlohns, einst vehement abgelehnt, kam dann als „Geschenk“ an die SPD doch noch und zog für viele kleine und mittlere Betriebe einen riesigen Verwaltungsaufwand nach sich.

Trotz steigender Steuereinnahmen verfällt die allgemeine Infrastruktur und der Bildungsbereich. Die innere Sicherheit und medizinische Versorgung leiden, da immer weniger Personal bei stagnierenden oder sogar fallenden Gehältern immer mehr Aufgaben zu bewältigen hat.

Einwanderung in das Sozialsystem

Die Migrationspolitik schleust Hunderttausende von Leistungsempfängern in das deutsche Sozialsystem ein. Und diese Leute haben schon wegen mangelnder Qualifikation oder unzureichenden Sprachkenntnissen überhaupt keine Chance, wertvollle und wertschaffende Mitglieder des deutschen Volkes zu werden, so sie überhaupt vorhaben sich anzupassen. Ganz abgesehen davon hat Deutschland schon ohne Migranten über 2 Millionen Arbeitslose und mindestens eine weitere Million aus den Statistiken geschickt hinausgerechnete kranke oder in „Maßnahmen“, befindliche Arbeitslose.

Rüstungslobby und Interessenverbände profitieren

Dafür haben wir eine Bundeswehr, die Milliarden verschlingt, aber, wie es schon einmal in den 1960ern hieß, „nur bedingt abwehrbereit ist“. Neue milliardenschwere Rüstungsentwicklungen werden finanziert, aber Ersatzteile für Panzer, Hubschrauber und anderes Gerät fehlen.

Förderungsprogramme für alle möglichen Gruppen und Interessenverbände ohne erkennbaren wirtschaftlichen Nutzen werden geradezu sorglos finanziert.

Folgekosten? – Egal!

Die Abschaltung der Atomkraftwerke ohne Gesetzesgrundlage bescherte  milliardenschwere Klagen als Folge. Anschließend folgte die Übernahme der Entsorgungspflichten gegen eine von allen Experten als lächerlich eingestufte Pauschale, die die Energieversorger dafür an den Bund zahlen. Aber man hat die Grün-Alternative Seite mit dieser „Energiewende“, ungeachtet aller Folgekosten, beglücken können.

Finanzkrise in Italien – Kredite ohne Sicherheit an EU-Länder

Dann stolpert Deutschland noch auf eine weitere Schuldenfalle zu, Stelter verwendete dazu den schönen Witz: Wenn jemand eine Million Schulden bei der Bank hat, hat er ein Problem. – Wenn aber jemand einhundert Millionen Schulden bei der Bank hat, dann hat die Bank ein Problem.

Hier ist Deutschland in der Rolle der Bank, denn die Kreditvergabe im Euro-Raum, nicht zuletzt um das Projekt „Euro“ am Leben zu halten, führte dazu, dass jeder Deutsche, rein rechnerisch, 11 000 Euro an andere EU-Länder verliehen hat. Rückzahlung – unwahrscheinlich!

Italien als eines der größten Schuldnerländer, wird seine Kreditaufnahmen wohl auch nicht reduzieren, solange bei der EZB der ungebremste Ankauf von Schuldverschreibungen weiter geht. Und sollten die anderen Länder Italien keine Kredite mehr gewähren wollen, liegt als Drohgebärde schon der Plan für die Einführung einer Parallelwährung in der italienischen Schublade.

Großbritannien, bisher neben Deutschland eines der Länder mit den höchsten Zahlungen an die EU, wird wegen des Brexit ausfallen und Exporte in das Vereinigte Königreich werden für Deutschland auch nicht mehr so lukrativ sein. Großbritannien ist, nebenbei bemerkt, der Staat nach den USA, in denen Deutschland die höchsten Außenhandelsüberschüsse erzielt. Und wenn US-Präsident Trump seinen Kurs in Richtung einer ausgeglicheneren US-Außenhandelsbilanz noch gegen die EU in Stellung bringt, brechen auch hier die Exportüberschüsse weg.

Man könnte etwas ändern, wenn man sich traut, sich unbeliebt zu machen

Stelter, als Unternehmensberater, belässt es nicht dabei, die Gefahren und Missstände aufzublättern, sondern zählt in seinem Artikel fünf mögliche Lösungsansätze auf:

Fünf Vorschläge für eine kluge deutsche Wirtschaftspolitik

  • Mehr staatliche Investitionen in Deutschland, vor allem in klassische und digitale Infrastruktur und Bildung, aber auch in innere und äußere Sicherheit;
  • Umstellen der Besteuerung der Unternehmen, um Investitionen, Forschung und Entwicklung in Deutschland zu fördern, zum Beispiel im Bereich von Robotern und Automatisierung;
  • Senken der Abgabenlast für kleinere und mittlere Einkommen über eine Reduktion der Sozialbeiträge – gerade diese Einkommensgruppen geben am ehesten das zusätzliche Geld aus;
  • Gründen eines Staatsfonds nach dem Muster von Norwegen oder Singapur, um unser Auslandsvermögen endlich besser anzulegen;
  • wirkliches Sanieren der Eurozone durch einen umfangreichen Schuldenschnitt und eine Neuordnung der Mitgliedsländer, da nur so einige der Krisenländer überhaupt wettbewerbsfähig werden können.

Stelter befürchtet jedoch, dass Deutschland seine Lektion auf die harte Tour wird lernen müssen.

Über Nacht werden wir aus der Wohlstandsillusion erwachen. Wir werden erkennen, dass wir unseren konjunkturellen Aufschwung selbst finanziert haben und dabei in erheblichem Maße Forderungen aufgebaut haben, die nicht werthaltig sind. Es wird schlagartig sichtbar, dass wir nicht in der Lage sind, ganz Europa zu finanzieren. Und es wird klar, dass unsere Politik die guten Jahre nicht dafür genutzt hat, vorzusorgen, sondern unsere Lasten so zu erhöhen, dass uns der nächste Abschwung umso brutaler trifft.

Interessierte Leser finden in Daniel Stelters Diskussionsforum „Beyond the Obvious“ viele weitere Beiträge zu den Themen Wirtschaft, Politik, Migration etc. die auch für den interessierten Leser ohne Wirtschaftsstudium gut lesbar sind. (al)

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