Studie: In Deutschland fehlen 300.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige

In Deutschland fehlen einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln fast 300.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Im letzten Jahr sei der Ausbau der Betreuungsinfrastruktur aber "sehr dynamisch vorangeschritten".
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Gerade für junge Familien erscheint die betriebliche Beteiligung an den Betreuungskosten für Kinder in Kita oder Betriebskindergarten als willkommene Erleichterung.Foto: Thomas Lohnes/Getty Images
Epoch Times10. Februar 2018

In Deutschland fehlen einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln fast 300.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren.

Im vergangenen Jahr sei „der Ausbau der Betreuungsinfrastruktur sehr dynamisch vorangeschritten“, heißt es in der am Samstag veröffentlichten Studie. Im März 2017 seien rund 42.000 Kinder unter drei Jahren mehr in Betreuung gewesen als noch im März 2016.

„Gleichzeitig ist aufgrund höherer Geburtenzahlen und Zuwanderung allerdings auch die Kinderzahl deutlich gestiegen, sodass die Betreuungslücke nach wie vor bei rund 300.000 Plätzen liegt“, erklärte das Institut. Über die Studie hatte am Samstag zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet.

Dem Institut zufolge gibt es deutliche regionale Unterschiede. „Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, findet sich mit 57,0 Prozent die höchste Betreuungsquote für unter Dreijährige in Sachsen-Anhalt und mit 26,3 Prozent die niedrigste Betreuungsquote in Nordrhein-Westfalen“, heißt es in der Studie.

„Insgesamt ist das Ost-Westgefälle mit 51,3 Prozent in Ostdeutschland (inklusive Berlin) gegenüber 28,8 Prozent in Westdeutschland nach wie vor sehr groß.“ (afp)



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