"Gelbwesten" protestieren an einer Mautstelle in Biarritz.Foto: Bob Edme/AP/dpa

Proteste halten an: Macrons Kurskorrektur reicht Franzosen nicht

Epoch Times28. November 2018 Aktualisiert: 28. November 2018 20:12
Auch nach der angekündigten Kurskorrektur des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der Energiepolitik halten die Proteste der „gelben Westen“ in Frankreich an.

Auch nach der angekündigten Kurskorrektur des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der Energiepolitik halten die Proteste der „gelben Westen“ in Frankreich an.

Auch am Mittwoch demonstrierten wieder Menschen im ganzen Land. Bis 14 Uhr waren nach Angaben des Innenministeriums etwas weniger als 7000 Demonstranten auf den Straßen. Für Samstag werden neue Demos von „Gelbwesten“ auf der Prachtstraße Champs-Élysées erwartet.

Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Way zufolge halten 76 Prozent der befragten Franzosen die angekündigten Maßnahmen des Staatschefs für nicht ausreichend. Mehrere weitere Umfragen kommen zu dem Ergebnis, dass der Zuspruch der Franzosen für die „Gelbwesten“ wächst.

Hinter der Bewegung steht keine Partei oder Gewerkschaft – die Proteste werden über soziale Netzwerke organisiert. Jetzt soll es Regionalversammlungen geben, auf denen örtliche Vertreter der „Gelbwesten“ bestimmt werden.

Macron hatte am Dienstag angesichts der Proteste wegen geplanter Steuererhöhungen auf Diesel und Benzin angekündigt, dass die Kraftstoffsteuern künftig an die Entwicklung des Weltmarktpreises für Öl gekoppelt werden, damit die Bürger nicht zu stark belastet würden. Premierminister Édouard Philippe verteidigte am Mittwoch die Maßnahmen und nannte sie im Interview mit dem TV-Sender BFMTV „entschlossen“ und „vernünftig“. Gleichzeitig kündigte er an, „Gelbwesten“ empfangen zu wollen, wenn es eine repräsentative Delegation gebe.

Bei Protesten am vergangenen Samstag kam es auf der Pariser Champs-Élysées zu heftigen Ausschreitungen. Nun zeigen sich die Händler auf der Prachtstraße besorgt und fordern mehr Sicherheitsmaßnahmen. Zahlreiche Läden mussten am Samstag geschlossen bleiben, viele wurden beschädigt. (dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion