USA: Demokraten-Hochburgen überdurchschnittlich von Corona betroffen – und bereiter zum Lockdown

Von 22. Mai 2020 Aktualisiert: 22. Mai 2020 20:30
Deutsche Medien und liberale Trump-Gegner werfen dem US-Präsidenten Versagen in der Corona-Krise vor: Tatsächlich sind Bundesstaaten, in denen die Demokraten dominieren, deutlich stärker von der Seuche betroffen. Sie versuchen auch eher, durch Lockdowns gegenzusteuern.

Die USA sind auch angesichts der Corona-Krise gespalten. Mit Stand vom Mittwoch (20.5.) ist die Todesrate pro 100.000 Einwohnern in Regionen, in denen die Demokraten dominieren, dreimal so hoch wie in den Hochburgen der Republikaner. Auch was die Akzeptanz von Lockdown-Maßnahmen anbelangt, besteht zwischen den Anhängern beider Parteien ein erheblicher Unterschied.

Dreimal so viele Todesopfer in demokratischen Hochburgen

Wie eine Analyse von Reuters ergab, lassen sich die Muster sogar weitgehend bis auf County-Ebene hinunterverfolgen: In jenen Gebieten, die bei den Präsidentschaftswahlen 2016 für Hillary Clinton gestimmt hatten, sind bis dato 39 Corona-Todesfälle auf 100.000 Einwohner zu verzeichnen, in jenen, die für Trump stimmten, nur 13.

Auch innerhalb der Bundesstaaten selbst zeigt sich, dass Republikaner-Gebiete weniger stark von Corona heimgesucht werden als die der Demokraten. In Maryland ist die Todesrate in den demokratischen Vororten von Washington vier Mal so hoch wie in den republikanischen Gebieten des Appalachen-Panhandles. In Kansas gibt es nur zwei Countys mit demokratischer Mehrheit – und die Todesrate ist dort sieben Mal so hoch wie in den übrigen Gebieten.

Es gibt auch Ausnahmen, etwa in Delaware, Nebraska oder South Dakota, wo die Seuche über Fleisch-Abpackstationen verbreitet wurde und auch republikanische Gegenden betrafen, aber auch in einzelnen Countys von Montana, New Hampshire, New Mexico, North Dakota und Texas. Dort ist die Infektionsrate aber immer noch deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt.

USA in unterschiedlichem Maße von Corona heimgesucht

Diese Bilanz läuft auf der einen Seite diametral dem Narrativ deutscher und liberaler US-amerikanischer Medien entgegen, wonach Präsident Donald Trump die Schuld an hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus treffe. Immerhin sind die direkten Wirkungsmöglichkeiten auf lokaler und auf Bundesstaatsebene weitreichend und die Staaten sowie die Countys müssen anders als in Deutschland oder Österreich ihr Vorgehen in wesentlichen Details nicht mit der Bundesregierung in Washington abstimmen.

Auf der anderen Seite ist auch zu berücksichtigen, dass die Verbreitung der Seuche in dicht bevölkerten urbanen Konglomeraten, in denen die Demokraten klare Mehrheiten haben, schneller vonstattengeht als in den dünn besiedelten ländlichen Republikaner-Hochburgen.

Ein wesentlicher Unterschied zeigt sich einer Reuters/Ipsos-Umfrage unter 1.115 erwachsenen Teilnehmern vom Montag und Dienstag aber auch im Umgang mit der Krise. Während fast die Hälfte der befragten Demokraten erklärte, „sehr besorgt“ über die Pandemie zu sein, äußerte sich nur ein Drittel der Republikaner in diesem Sinne.

Die Ergebnisse bestätigen den Trend bereits zuvor durchgeführter Umfragen: Republikaner sind tendenziell eher besorgt um die Wirtschaft und um ihre bürgerlichen Freiheiten – und fordern deshalb eine möglichst zügige Beendigung von Lockdowns und Rückkehr zur Normalität.

Warum Demokraten den Lockdown eher akzeptieren

Gegenüber der „Foundation for Economic Education“ (FEE) erklärt Psychologe Jonathan Haidt unter Berufung auf Erkenntnisse des Gehirnforschers Gary Marcus, dass die ursprüngliche Ausrichtung des Denkens auf anthropologisch und historisch gewachsenen Grundeinstellungen beruht – und sich daraus fünf Säulen von Moralempfinden herausgebildet haben, die allen Disziplinen, Kulturen und sogar Spezies eigen sei. Diese seien die Paare Sorge/Schaden, Fairness/Vergeltung, Loyalität/Betrug, Autorität/Subversion und Heiligkeit/Herabwürdigung.

Während Konservative und Liberale den Bereichen Sorge und Fairness gleichermaßen Bedeutung zumessen – Liberale sogar etwas stärker -, akzeptieren Konservative auch die übrigen drei, Liberale jedoch regelmäßig nicht.

Dies erkläre jedoch, warum Liberale in der Corona-Krise die Gesundheitsaspekte und damit das Gemeinwohl über alle anderen stellten und Fragen wie Verfassung, Wirtschaft oder Bürgerrechte als nachrangig betrachteten, Konservative jedoch nicht. Für sie gelte beispielsweise die Heiligkeit der Verfassung und der darin festgeschriebenen Freiheiten auch unter den Bedingungen einer Pandemie uneingeschränkt weiter.

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