„Blackout“ in Manhattan: Massiver Stromausfall legt in New York nicht nur Rockefeller Center lahm

Epoch Times14. Juli 2019 Aktualisiert: 14. Juli 2019 11:36
In weiten Teilen des New Yorker Bezirks Manhattan ist am Samstag mehrere Stunden lang der Strom ausgefallen. Rund 42.000 Menschen waren am frühen Abend von der Stromversorgung abgeschnitten, wie der Energieversorger Con Edison mitteilte.

In weiten Teilen des New Yorker Bezirks Manhattan ist am Samstag der Strom ausgefallen. Rund 42.000 Menschen im Westen von Manhattan waren am frühen Abend von der Stromversorgung abgeschnitten, wie der Energieversorger Con Edison mitteilte. Zur Ursache der Panne äußerte sich das Unternehmen nicht. Gegen 22.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MESZ) war die Stromversorgung wiederhergestellt, wie AFP-Reporter berichteten.

Was den Ausfall verursacht hatte, blieb zunächst unklar. „Das scheint etwas zu sein, das einfach bei der Stromverteilung von einem Stadtteil zum anderen schief gelaufen ist“, sagte Bürgermeister Bill de Blasio dem Sender CNN.

Während der Panne lagen U-Bahnstationen im Dunkeln, die riesigen leuchtenden Werbetafeln am Times Square erloschen und zahlreiche Ampeln fielen aus. Insbesondere der Broadway mit seinen zahlreichen Theatern und das Viertel Hell’s Kitchen waren betroffen. Auch im Rockefeller Center fiel der Strom aus, vielfach saßen Kinobesucher plötzlich komplett im Dunkeln.

Chor aus der Carnegie Hall verlegte Konzert ins Freie

Die New Yorker Nahverkehrsbehörde MTA rief dazu auf, die unterirdischen U-Bahnstationen in Manhattan zu meiden. Die Feuerwehr erhielt nach eigenen Angaben mehrere Notrufe, insbesondere von Menschen, die in Fahrstühlen feststeckten.

Polizisten versuchten nach dem Ausfall der Ampeln auf den Kreuzungen den Verkehr mehr schlecht als recht zu regeln. Die New Yorker nahmen den Stromausfall gelassen. Die Schauspieltruppe des Musicals „Hadestown“ und ein Chor der prestigeträchtigen Konzerthalle Carnegie Hall verlegten ihre Vorführungen kurzerhand ins Freie.

Dutzende Gäste des Hotels Row NYC in der 8th Avenue warteten auf dem Bürgersteig darauf, dass die Lichter wieder angingen. Die Hotelangestellten hätten sie gebeten, das Gebäude vorerst nicht zu betreten, da weder die Beleuchtung noch die Aufzüge funktionierten, berichtete die spanische Touristin Alba Moreno.

„Blackout“ am Jahrestag des massiven Stromausfalls von 1977

Ironischerweise ereignete sich der Stromausfall ausgerechnet am Jahrestag des „Blackout“ von 1977, bei dem mitten in der Wirtschaftskrise praktisch die gesamte Stadt lahmgelegt worden war. Damals war es zu Plünderungen und Vandalismus in mehr als tausend Geschäften gekommen. Die Polizei verhaftete hunderte Menschen. Nach 25 Stunden war die Stromversorgung wiederhergestellt. Zwei weitere massive Stromausfälle ereigneten sich in New York in den Jahren 1965 und 2003. (afp)

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