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Am 29. Januar 2013 fand im EU-Parlament eine Anhörung über die Verfolgung von Menschen mit religiöser Überzeugung in China statt.
Am 29. Januar 2013 fand im EU-Parlament eine Anhörung über die Verfolgung von Menschen mit religiöser Überzeugung in China statt.
Foto: Li Zi / The Epoch Times

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Organraub in China bei Anhörung im EU-Parlament thematisiert

von Lin Wenxuan / The Epoch Times, Donnerstag, 31. Januar 2013 12:50

 

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Am 29. Januar 2013 fand im Europäischen Parlament eine Anhörung über die Verfolgung von Menschen mit religiöser Überzeugung in China statt. Der Vizepräsident des EU-Parlaments Edward McMillan-Scott und the Unrepresented Nations and Peoples Organization (UNPO) haben diese Anhörung veranstaltet. Nach Berichten der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, haben der Organraub sowie die Verfolgung von Falun Gong, einer friedlichen buddhistischen Kultivierungsschule, auf dieser Sitzung große Aufmerksamkeit erregt.

Augenzeugenbericht über den Organraub in China

Der Uigure Enver Tohti, ein Arzt aus der Provinz Xinjiang, ist ein Augenzeuge für den Organraub in China. Er berichtete auf der Sitzung im EU-Parlament über seine Erlebnisse. Er meinte, dass er bei einer Hinrichtung dabei gewesen sei. Nachdem geschossen wurde, sei er zum Hingerichteten gegangen und habe festgestellt, dass die Person noch am Leben war. Der Schütze habe mit Absicht auf die rechte Seite des Körpers geschossen, damit die Person bei der Organentnahme noch lebendig war. Enver Tohti sagte: „Nachdem ich seine Leber und seine zwei Nieren entnommen hatte, war er tot. [...] Es war eine Schande für mich als Arzt."

Enver Tohti meinte, dass er bis heute immer noch Gott um Vergebung bitte und hoffe, dass der Verstorbene Ruhe finde. Er stelle sich als Augenzeuge für diese Untat zur Verfügung, damit so etwas nicht noch einmal passiere. Außerdem hoffe er, dass alle anderen Ärzte, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ebenfalls hervortreten.

Ethan Gutmann, Journalist und China-Spezialist und Doktor Li Huige, ein Arzt in Deutschland haben auf der Sitzung Daten, Aussagen von Ärzten, Interviews mit Augenzeugen, Untersuchungen von Menschenrechtsorganisationen und Aussagen geflüchteter Beamter aus China zum Thema Organraub vorgelegt. Dajiyuan erklärte, dass all diese Fakten dafür sprechen, dass Organraub in China existiert und immer noch vorkommt. Die meiste Opfer seien Falun Gong-Praktizierende, außerdem seien auch Tibeter und Uiguren diesen Untaten zum Opfer gefallen. Nach Einschätzung von Gutmann seien etwa 65.000 Falun Gong-Praktizierende Opfer des Organraubs geworden.

Ethan Gutmann habe in seiner Rede den politischen Skandal um den entmachteten Spitzenpolitiker Bo Xilai erwähnt, dessen Auslöser die Flucht des ehemaligen Polizeichefs der Stadt Chongqing ins amerikanische Konsulat war. Gutmann habe gemeint, dass nach der Flucht des Polizeichefs vieles passiert sei. Insbesondere sei der Suchbegriff „Organraub" auf der chinesischen Suchmaschine Baidu kurzfristig freigeschaltet worden. Dies seien Hinweise darauf, dass der Polizeichef Wang Lijun, Bo Xilai sowie die Fraktion um den Expräsidenten Jiang Zemin in den Organraub verwickelt seien.

Organraub weckt immer mehr Aufmerksamkeit bei den Politikern

Dajiyuan erklärte, dass das Thema Organraub in China bereits im Jahr 2006 bekannt wurde. Aber bis heute, sechs Jahre später, habe der Organraub immer noch keine ausreichende Aufmerksamkeit in der internationalen Gemeinschaft geweckt. Wahrscheinlich liege das daran, dass er für viele Menschen unglaublich scheint.

Leonidas Donskis, ein Abgeordneter des EU-Parlaments, habe  auf der Anhörung gesagt: „Menschen können sich schwer vorstellen, dass solche Sachen in einem zivilisierten Land passieren kann". Seiner Meinung nach seien diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit vergleichbar mit den Untaten der Nazis. Er meinte, dass die Schuldigen vor den Internationalen Gerichtshof gebracht werden müssen.

Der Abgeordnete Tunne Kelan sei der Meinung, dass China ein wichtiger Markt sei. Die wirtschaftlichen Interessen spielen auch eine Rolle, dass das Thema Organraub keine ausreichende Aufmerksamkeit bei den  Politikern geweckt habe. Kelan meinte, wenn sie die Informationen über den Organraub nicht ernst nehmen, müssen sie aufgrund ihrer politischen Funktionen und ihrer Moral auch einen Teil der Verantwortung tragen.

Der China-Spezialist Gutmann meinte, dass die Regierung in Australien bereits konkrete Maßnahme ergriffen habe. In den USA haben über einhundert Abgeordnete das Außenministerium gebeten, die Informationen über den Organraub in China freizugeben. Seiner Meinung nach seien dies bereits einige große Veränderungen.

Zhang Erping aus dem Falun Gong-Informationszentrum habe an die Internationale Gemeinschaft appelliert, dass die Regierungen der westlichen demokratischen Länder in der Öffentlichkeit den Organraub verurteilen und versuchen, diese Untaten so schnell wie möglich zu beenden.

Original-Artikel auf Chinesisch: 欧议会举办中共信仰迫害听证会 直指活摘器官



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