Erfolgreiche Menschen kommunizieren besser – Zehn Tipps, Konflikte gut zu lösen

Es wissen alle - meist geht es nicht darum, über WAS gesprochen wird, sonder WIE gesprochen wird. Das ist das Entscheidende. Erfolgreiche Menschen kümmern sich nicht darum, wie man einem Konflikt besonders gut aus dem Weg gehen kann, sondern wie er am Besten zu lösen ist.

Wer kennt das schon nicht! Manchmal rutschen uns Worte heraus, die wir gar nicht so gemeint haben, die im Affekt oder aus einem unangenehmen Gefühl heraus entstanden sind. Im Nachhinein tut es uns oft leid, aber gesprochene Worte kann man nun mal nicht rückgängig machen.

Oft ist uns in diesem Moment auch nicht bewusst, was wir bei unserem Gegenüber dadurch anrichten können. Der andere ist tief verletzt und wird unter Umständen einen Groll gegen uns mit sich tragen, der sich auf die gesamte weitere Beziehung negativ auswirken kann.

Geschieht das am Arbeitsplatz, ist es noch schlimmer, denn wir müssen – ob wir wollen oder nicht – auch weiterhin mit der Person zusammenarbeiten. Gibt es aber ungeklärte Konflikte und Spannungen im diesem Umfeld, dann macht die Arbeit bald keinen Spaß mehr. Das hat jeder sicher schon einmal erlebt.

Und genau deshalb ist eine gute Kommunikation und Konfliktbewältigung am Arbeitsplatz die Grundvoraussetzung für eine gelungene Zusammenarbeit. 99 Prozent aller Menschen würde aber gerade das nicht gelingen, schreibt Marcel Schwantes, Geschäftsführer und Gründer von „Leadership From The Core“ auf „Inc.com“.

Den Konflikten nicht aus dem Weg gehen

Weiter beschreibt er, dass es dabei ganz wichtig sei, den Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen. Es liegt in der Natur des Menschen, Konflikte lieber zu vermeiden, denn sie sind unangenehm und manchmal schmerzlich.

Doch Konflikte müssen gelöst werden und das geht nur über die richtige Kommunikation, meint Schwantes. Das ist zumindest der schnellste und effektivste Weg. Geht man die Sache richtig an, wird man kaum scheitern.

Die wichtigsten Regeln für eine erfolgreiche Konfliktbewältigung

Der erste Schritt: Sprich den Betreffenden persönlich an! Verstecke dich nicht hinter emails oder Textmessages. Nur im persönlichen Gespräch lassen sich die menschlichen Gefühle schnell beseitigen. Wichtig ist dabei auch, den anderen nicht vor der Gruppe blosszustellen, deshalb unter vier Augen sprechen.

Als zweites sollte man sich selbst gut beherrschen und nie im Ärger sprechen.

Und ganz wichtig, man sollte dem Anderen auch zuhören können und Verständnis für seine Argumentation haben. Vorteilhaft dabei, wenn man die Körpersprache lesen und dadurch das Gespräch in konstruktive Bahnen lenken kann. Ein respektvoller Umgang miteinander sollte immer angestrebt werden.

Die „10 Gebote“ nach John C. Maxwell

Und hier sind die zehn wichtigsten Punkte, die „Developing the Leader Within You“-Autor John C. Maxwell die „10 Gebote einer Konfrontation“ nennt:

Unterhaltet euch im Privaten, nicht in der Öffentlichkeit.

Wartet nicht zu lange, sondern macht es so früh wie möglich.

Überfordert die Person nicht mit einer langen Liste an Problemen, sondern sprecht immer nur ein Problem an.

Wenn ihr einmal euren Standpunkt erklärt habt, solltet ihr ihn nicht wiederholen.

Sprecht nur über Dinge, die die Person auch ändern kann, sonst entsteht unnötiger Frust.

Vermeidet Sarkasmus, denn er zeigt, dass ihr über Personen und nicht eine Sache verärgert seid. Die Person kann euch das übelnehmen.

Vermeidet Worte wie „immer“ oder „nie“. Das ist oft nicht korrekt und bringt den anderen dazu, sich verteidigen zu müssen.

Wenn möglich, solltet ihr Kritik als Vorschlag oder Frage anbringen.

Entschuldigt euch nicht für die Auseinandersetzung. Das lenkt ab und untergräbt eure Glaubwürdigkeit.

Vergesst nicht die Komplimente. Maxwell nennt es das „Sandwich“: Kompliment, Konfrontation, Kompliment!

Die Vorschläge machen Sinn, sind aber sicher nicht immer leicht umzusetzen. Erst einmal tief durchatmen und sich sammeln, bevor man zur Tat schreitet, kann Wunder bewirken. Wer es schafft, wird klar die Nase vorn haben.