Durchsuchungen im Zusammenhang mit ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Heidenau

Im Zusammenhang mit Ausschreitungen in Heidenau vor mehr als zwei Jahren sind die Wohnungen von zwei Beschuldigten durchsucht worden. Bei den gewaltsamen Protesten gegen die Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber waren mehr als 30 Polizisten verletzt worden.

Im Zusammenhang mit den ausländerfeindlichen Ausschreitungen im sächsischen Heidenau vor mehr als zwei Jahren sind die Wohnungen von zwei Beschuldigten durchsucht worden.

Die Polizei beschlagnahmte am Donnerstag in Heidenau und Bannewitz eine Vielzahl an Beweismitteln, darunter Mobiltelefone, Notebooks, Speichermedien und Tatkleidung, wie das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) am Freitag in Dresden mitteilte.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen die 21 und 31 Jahre alten Männer wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs. Sie sollen an den Gewalttaten gegen Flüchtlinge, Flüchtlingsunterkünfte und politisch Andersdenkende im Sommer 2015 beteiligt gewesen sein.

Siehe: Heidenau – Linksradikale Gewalt medial verschwiegen? Bürgermeister Opitz spricht von „angereisten Krawall-Touristen“

Bei den gewaltsamen Protesten gegen die Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in einem ehemaligen Heidenauer Baumarkt waren vor gut zwei Jahren mehr als 30 Polizisten verletzt worden. Zudem wurden eine Flüchtlingsunterkunft und ein alternatives Wohnprojekt in Dresden angegriffen.

An den Ausschreitungen waren auch Mitglieder der rechtsextremen Gruppe Freital und der Neonazigruppe Freie Kameradschaft Dresden beteiligt. Wegen der Krawalle in Heidenau und weiterer Straftaten wurden bereits mehrere Beteiligte zu Haftstrafen verurteilt. Zahlreiche Verfahren laufen noch. (afp)

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