Nach Kritik an Deutscher Bank: CSU attackiert Gabriel

Es ist unverständlich, wieso Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Deutsche Bank kritisiert, sagt der Obmann der Unions-Fraktion im Finanzausschuss des Bundestages, Hans Michelbach.

Der Obmann der Unions-Fraktion im Finanzausschuss des Bundestages, Hans Michelbach (CSU), hat die Kritik von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) an der Deutschen Bank als „ziemlich kontraproduktiv“ zurückgewiesen. “

Als deutscher Wirtschaftsminister hat man die Aufgabe den deutschen Wirtschaftsstandort zu fördern und nicht einzelne Marktteilnehmer schlecht zu reden“, sagte Michelbach dem „Handelsblatt“.

Deutschland brauche die Deutsche Bank, um als Exportnation seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gerecht zu werden.

„Deshalb ist es unverständlich, dass sich Herr Gabriel zu solchen Äußerungen hinreißen lässt.“ Auch der wirtschaftspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer (CDU), kritisierte Gabriels Aussage als „wenig hilfreich“.

Gabriel sei nicht nur SPD-Vorsitzender, sondern vor allem auch Wirtschaftsminister, sagte Pfeiffer dem „Handelsblatt“. In dieser Funktion erwarte er, dass Gabriel die Bedeutung der Deutschen Bank für die deutsche Wirtschaft im Blick behalte. „Deutschland benötigt das Institut, besser sogar zwei, zur Begleitung und Entwicklung bei und für Auslandsengagements der deutschen Wirtschaft“, betonte der CDU-Politiker.

Er mache sich daher nicht nur wie Gabriel Sorgen um die Mitarbeiter der Deutschen Bank, sondern auch um die deutsche Wirtschaft. (dts)