Bundeswehr sammelt 124 Menschen vor der libyschen Küste auf – die italienische Küstenwache 900

Die Menschen werden unweit der libyschen Küste von europäischen Schiffen aufgesammelt. Sie werden dann weiter nach Italien gebracht. Von dort aus geht es meistens weiter nach West- und Nordeuropa. Beliebtestes Ziel: Deutschland.

Ein Kriegsschiff der Bundeswehr hat im Mittelmeer 124 Flüchtlinge aus einem Schlauchboot gerettet. Die Aktion fand am etwa 42 Seemeilen nördlich der libyschen Küste statt, wie die Bundeswehr mitteilte.

Unter den Geretteten waren fünf schwangere Frauen und 21 Kinder. Die Flüchtlinge seien an ein Boot der italienischen Küstenwache übergeben worden. Die Marine beteiligt sich seit 2015 im Rahmen der EU-Operation „Sophia“ an der Schleuserbekämpfung im Mittelmeer und hat seitdem insgesamt 21 492 Menschen aus Seenot gerettet.

Rund 900 Flüchtlinge vor Libyen aufgesammelt

Zudem hat die italienische Küstenwache weitere 900 Flüchtlinge im Mittelmeer aufgesammelt. Bei den acht Rettungseinsätzen vor der libyschen Küste wurden in einem der Schlauchboote zudem sieben tote Migranten gefunden, wie die Küstenwache am Mittwoch mitteilte.

Die Nationalität der Toten war zunächst unklar. Sie wurden an Bord eines Schiffs der Marine gebracht.

Die Zahl der im Zuge der Einsätze zwischen Juli und November nach Italien gebrachten Flüchtlinge hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent verringert. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen fast 150.000 Menschen zwischen Januar und Oktober über das Mittelmeer nach Europa; mindestens 2826 starben auf der Überfahrt oder sind vermisst. (afp)

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