Labour-Parteichef ist „sehr schockiert“: In Belästigungsskandal beschuldigter britischer Regionalminister tot

Nach seinem Rücktritt im Zuge der Affäre um sexuelle Übergriffe von britischen Politikern ist ein Regionalminister aus Wales tot aufgefunden worden. Es ist von möglichen Suizid die Rede. 

Wenige Tage nach seinem Rücktritt im Zuge der Affäre um sexuelle Übergriffe von britischen Politikern ist ein Regionalminister aus Wales tot aufgefunden worden.

Die britische Nachrichtenagentur Press Association meldete am Dienstag den Tod des Ministers für Kommunales, Kinder und Jugend in Wales, Carl Sargeant. In dem Bericht war von einem möglichen Suizid die Rede.

Der Labour-Politiker hatte am Freitag seinen Rücktritt erklärt und war von seiner Partei suspendiert worden. Labour-Parteichef Jeremy Corbyn äußerte sich im Kurzmitteilungsdienst Twitter „sehr schockiert“ von der Todesnachricht.

Siehe: Sexuelle Belästigung im Westminster: May beklagt Machtmissbrauch – „Seit zu vielen Jahren hat es zu viele Fälle gegeben“

In den vergangenen Wochen war eine ganze Reihe von britischen Politikern sexueller Übergriffe bezichtigt worden – unter ihnen rund ein Dutzend Parlamentsabgeordnete von Labour und Konservativer Partei. Verteidigungsminister Michael Fallon räumte vergangene Woche Fehlverhalten ein und trat zurück.

Auch in den Regionalparlamenten von Schottland und Wales wurden Belästigungsvorwürfe erhoben. Im kommenden Jahr soll nun ein neues Beschwerdeverfahren gegen sexuelle Übergriffe eingeführt werden. Schon bis Ende des Monats soll eine bereits bestehende Beschwerde-Hotline ausgebaut werden. (afp)

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