Pegida-Demo Dresden will ‚United States of Europe‘ statt EU

Man hat ihnen wochenlang Perspektivlosigkeit vorgeworfen, nun überraschten die Organisatoren der Dresdener Pegida-Demonstration mit Inhalten. Und die haben es in sich. In Dresden wurde gestern Abend für die Vision der …

Man hat ihnen wochenlang Perspektivlosigkeit vorgeworfen, nun überraschten die Organisatoren der Dresdener Pegida-Demonstration mit Inhalten. Und die haben es in sich. In Dresden wurde gestern Abend für die Vision der ‚United States of Europe‘ geworben. Einen Staatenbund der Vaterländer, in dem jedes Land seine eigene Identität behalten darf, das schlug ein Redner namens Frank Ingo am Ende der Kundgebung den geschätzten 40.000 Teilnehmern vor.

Pegida-Vision von ‚United States of Europe‘
Hier die Ideen für Europa, wie sie im Wortlaut von Frank Ingo verlesen wurden:
1. Pegida ist für ein Europa der Vaterländer. Pegida ist für die weitgehende Selbstbestimmung der einzelnen Völker Europas.
2. Pegida ist für die Erhaltung der Identität der einzelnen Völker Europas.
3. Pegida ist für eine feste Partnerschaft von Frankreich, Deutschland und Russland und den anderen Völkern Europas als Garant für einen dauerhaften Frieden in Europa.
4. Pegida ist für eine, in jedem europäischen Land eigenverantwortliche, Einwanderungs- und Asyl-Politik. Wobei der Aufnahme von wahren Kriegsflüchtlingen eine gemeinschaftliche Aufgabe zukommt.
5. Pegida ist für die Hilfe zur Selbsthilfe in Krisengebieten vor Ort, um den Menschen vor Ort ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
6. Pegida ist für die Errichtung eines Europäischen Hilfsfonds, um auf Naturkatastrophen, Hungersnöte und kriegerische Auseinandersetzungen humanitär angemessen reagieren zu können. Diese Fonds-Einzahlung sollte durch das Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen europäischen Landes erfolgen.
7. Pegida ist gegen jedwede Kriegstreiberei von innen und außen.
8. Pegida ist gegen jeden Waffenhandel und -Export in Krisengebiete.
„Das ganze könnte man vielleicht mit einem Satz unterschreiben“, schloss Frank Ingo die Rede: „Ein möglicher Weg ist ‚United States of Europe‘, das vereinigte Europa im Staatenbund der freien und selbstbestimmten Völker.“
Weitere europäische Ableger von Pegida hätten das Pegida-Positionspapier nahezu unverändert übernommen und gründeten sich laut Frank Ingo nach dem Dresdener Vorbild bereits in folgenden Ländern:

Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien, Holland, Schweden; Norwegen, Pegida UK, Bulgarien, Spanien. In Vorbereitung sind Dänemark, Polen, Belgien, Russland, Tschechien, Finnland, Portugal, Schottland. Weitere Länder werden folgen.
Davor gab es Forderungen an die deutsche Politik
Nicht nur die Europa-Vision von Pegida wurde am 12. Januar in Dresden vorgestellt. Zuvor hatte Lutz Bachmann eine 6-Punkte Forderung an die deutsche Politik vorgestellt. Diese lautete wie folgt:
Die 6 Forderungen der Pegida:
1. Die Schaffung eines Zuwanderungs-Gesetzes, welches die unbestritten notwendige, qualitative Zuwanderung regelt und die momentan gängige, unkontrollierte quantitative Zuwanderung stoppt. Dafür schlagen wir ein Vorbild wie Kanada oder die Schweiz vor.
2. Die Aufnahme eines Rechtes auf, aber auch der Pflicht zur Integration ins Grundgesetz. Ebendiese Pflicht zur Integration beseitigt, wenn sie denn wirklich kommt und konsequent umgesetzt wird, viele der Ängste der Menschen zum Thema Islamisierung, Überfremdung und Verlust unserer Kultur völlig automatisch.
3. Wir fordern eine konsequente Ausweisung, bzw. eine Wiedereinreiseverbot für Islamisten und alle anderen religiösen Fanatiker, welche unserem Land den Rücken gekehrt haben, um in „Heiligen Kriegen“ zu kämpfen.
4. Wir fordern die Ermöglichung direkter Demokratie auf Bundesebene auf der Basis von Volksentscheiden.
5. Wir fordern ein Ende der Kriegstreiberei gegen Russland und ein friedliches Miteinander der Europäer, ohne den zunehmenden Verlust an Autorität für die Landesparlamente der einzelnen EU-Staaten durch irrwitzige Kontrolle aus Brüssel.
6. Wir fordern mehr Mittel für die Innere Sicherheit unseres Landes. Dies umfasst einen sofortigen Stopp beim Stellenabbau der Polizei und die Ausstattung selbiger mit den erforderlichen und zeitgemäßen Mitteln, um der gewachsenen Anforderungen Herr zu werden.
„Die Umsetzung dieser 6 Punkte wäre ein guter Anfang und ein Zeichen der Politik ans Volk. Man darf gespannt sein, was an diesen Punkten nun wieder ‚rechts‘ ist und was die Medien daraus machen, um uns weiterhin zu diffamieren und zu diskreditieren“, so Bachmann. Und weiter sagte der Dresdener Pegida-Gründer: „Diese 6 Punkte sind nicht das Ende unserer Forderungen, es ist sicherlich noch viel mehr zu tun in unserem Land und in Europa.“

https://youtube.com/watch?v=iPava5yyEh8

(rf)
Was war los bei der bisher größten Pegida-Demonstration? EPOCH TIMES war live vor Ort. Hier die Zusammenfassung der Ereignisse im Live-Ticker nachlesen!