ARD-Korrespondentin Amiri „sehr irritiert“ über Kritik an Kopftuch

Ihrer Aufgabe als Journalistin könne Amiri nur nachkommen, wenn sie sich "an die Gesetze des jeweiligen Landes" halte, sagt sie.

Die Leiterin des ARD-Studios in Teheran, Natalie Amiri, ist „sehr irritiert“ über die Aufregung um das Kopftuch, das sie Anfang des Jahres während eines Berichts aus dem Iran trug. „Die fortgesetzte Kritik daran, dass ich bei einer Liveschaltung aus Teheran ein – gesetzlich vorgeschriebenes – Kopftuch trage, ist für mich nicht mehr verständlich“, sagte die 39-Jährige dem „ZEITmagazin“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Sie sei „Journalistin, keine Aktivistin“.

Ihrer Aufgabe könne sie nur nachkommen, wenn sie sich „an die Gesetze des jeweiligen Landes“ halte. „Sich das Kopftuch als Zeichen des Protests in der Öffentlichkeit herunterzureißen, das muss ich den Iranerinnen überlassen“, sagte Amiri. Die Diskussion um das Kopftuch zeige, „in welcher defensiven Position sich der Journalismus im Moment befindet“. (afp)

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