Flug MH370: Wahrscheinlichste Absturzstelle wurde gar nicht untersucht!

Im Fall des verschwundenen malaysischen Flugzeugs MH370 verschiebt sich das Suchgebiet im Indischen Ozean nach Südwesten. Gestern verbreitete der Satellitenbetreiber Inmarsat die ernüchternde Nachricht, dass der wahrscheinlichste Absturzort des Anfang …

Im Fall des verschwundenen malaysischen Flugzeugs MH370 verschiebt sich das Suchgebiet im Indischen Ozean nach Südwesten. Gestern verbreitete der Satellitenbetreiber Inmarsat die ernüchternde Nachricht, dass der wahrscheinlichste Absturzort des Anfang März verschwundenen Flugs MH370 noch gar nicht untersucht worden sei. Dies hatte ein Mitarbeiter des britischen Satellitenbetreibers Inmarsat gegenüber der BBC gesagt.

Laut Berechnungen der durch Inmarsat aufgezeichneten Signale liege der Absturz-Hotspot im südlichen Indischen Ozean – hunderte Meilen entfernt von der Stelle, die bisher abgegrast worden war. Das Flugzeug war am 8. März kurz nach dem Start in Kuala Lumpur vom Radar verschwunden. Die 239 Menschen an Bord waren eigentlich unterwegs nach Peking. Von ihnen und der Maschine fehlt seitdem jede Spur.
Fünf verschiedene Berechnungen kommen zum gleichen Schluss
Ein unabhängiges Forschungsteam, namentlich vertreten von zehn Experten, hat nun am Dienstagabend seine Einschätzung veröffentlicht: MH 370 befinde sich höchstwahrscheinlich 36,02 Grad Südlicher Länge und 88,57 Grad Östlicher Breite. Das Statement wurde noch vor der Ausstrahlung einer BBC-Dokumentation und einem Statement der australischen Regierung herausgegeben. „Damit keine Fragen an der Unabhängigkeit unserer Ermittlungen aufkommen,“ so der Mitbegründer der American Mobile Satellite Corp., Mike Exner. „Wir wollten unsere bestmögliche Einschätzung abgeben“, so der Experte.
Zwar blieben immer noch eine Reihe von Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten zur Interpretation der Daten, doch das Team glaubt, dass die Boeing 777 Indonesien aus unbekannten Gründen umflogen habe und mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 470 Knoten und in konstanter Höhe unterwegs war. Exner sagt, das alle fünf Berechnungsmodelle, die von Experten per Computer erstellt wurden, das Flugzeug in einem "ziemlich eng eingegrenzten Gebiet“ vermuten, „variierend um plusminus 50 Meilen."
Wir empfehlen die Suche nach MH370 auf dieses Gebiet zu fokussieren“, so Exner.
Unter den unterzeichnenden Experten ist auch Richard Godfrey aus Frankfurt am Main. (rf)

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