Im Reich der Zensur ist Twitter verboten – doch Trump twittert auch in China „was immer er möchte“

US-Präsident Donald Trump muss auch in China nicht auf Twitter verzichten: Trotz des chinesischen Verbots des Kurzbotschaftendienstes konnte der US-Präsident während seines Staatsbesuchs auf Twitter zugreifen.

Donald Trump muss auch im Reich der Zensur nicht auf sein Lieblingsmedium verzichten: Trotz des chinesischen Verbots des Kurzbotschaftendienstes kann der US-Präsident während seines Staatsbesuchs in China weiter auf Twitter zugreifen.

Auch von China aus twittere der Präsident „was immer er möchte“, versicherte ein Vertreter des Weißen Hauses am Mittwoch. Trump stehen dafür nun sogar 280 Zeichen pro Tweet zur Verfügung – statt bisher 140 Zeichen.

Entwarnung also für viele Internetnutzer, die eine zeitweilige Stilllegung des präsidialen Twitter-Accounts befürchtet hatten. Ermöglicht wird Trump der Zugang zu Twitter in China laut Weißem Haus durch seine Präsidentenmaschine Air Force One, deren Ausrüstung auch auf Auslandsreisen für lückenlosen Internetzugang und sichere Verbindungen sorgt. Von der weitreichenden chinesischen Zensur westlicher Medien bleibt Trump also verschont.

In China herrscht massive Zensur

In China stehen seit 2013 hohe Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Haft auf bestimmte „diffamierende“ Kurzbotschaften. Verboten sind zudem seit 2016 Inhalte, die die „nationale Ehre“ verletzen, die „wirtschaftliche und soziale Ordnung stören“ oder das „sozialistische System umstürzen“ wollen. Der chinesische Staat überwacht das Online-Verhalten einzelner Bürger ganz genau.

Siehe: Mehr als 100 Millionen Tote: Weißes Haus gedenkt der Opfer des Kommunismus

Die Seiten westlicher Internetriesen wie Twitter, Facebook und Google sind in China unter dem Vorwand der Gewährleistung „nationaler Sicherheit“ gesperrt. In den vergangenen Monaten hat die Regierung ihre Zensurmaßnahmen sogar noch verschärft und unter anderem Klatsch-Blogs über Prominente oder Seiten wegen „Obszönität“ blockiert.

Für Trump herrscht auch in China Meinungsfreiheit

Als Präsident der Vereinigten Staaten bekommt Trump den strengen Zensurapparat aber nicht zu spüren. Dank der US-Technologie kann er laut Weißem Haus seine Meinung auch in China ungehindert mitteilen. „Das ist seine Art, unmittelbar mit der amerikanischen Bevölkerung zu kommunizieren. Warum nicht?“, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses zu Reportern an Bord der Air Force One.

Siehe: China warnt Folteropfer vor Kontaktaufnahme mit Trump – Falun Gong-Praktizierende enthüllt Entsetzliches in offenem Brief

Ohne die Ausstattung seiner Air Force One hätte Trump am Mittwoch eine kleine Twitter-Revolution verpasst: Der Kurzbotschaftendienst verdoppelte die zulässige Textlänge für einzelne Tweets auf 280 Zeichen – rund elf Jahre nach seiner Unternehmensgründung. Auf seiner Asienreise machte Trump direkt von der Neuerung Gebrauch. (afp/so)

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
hier werden von unseren Moderatoren freigegebene Kommentare veröffentlicht! Wir werden sie so schnell wie möglich freischalten - täglich zwischen 7 und 22 Uhr. Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns für konstruktive Ergänzungen, Anregungen, über kritische Anmerkungen und auch über Humor.

Ihre Epoch Times-Redaktion