Wohnungsnot, schlechte Gesundheitsversorgung und hohe Arbeitslosenquote – Algerier wählen neues Parlament

Algerien wählt heute ein neues Parlament. 23 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, die 462 Abgeordneten der Nationalversammlung zu bestimmen.

Algerien wählt am Donnerstag ein neues Parlament. 23 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, die 462 Abgeordneten der Nationalversammlung zu bestimmen.

Das nordafrikanische Land macht wegen gesunkener Ölpreise eine schwere Finanzkrise durch. Der Unmut in der Bevölkerung über soziale Missstände, Korruption und nicht gehaltene Versprechen der Regierung ist groß. Angesichts der weit verbreiteten Politikverdrossenheit wurde mit einer niedrigen Wahlbeteiligung gerechnet.

Dringendstes Problem neben der Wohnungsnot und der unzureichenden Gesundheitsversorgung bleibt die hohe Arbeitslosenzahl. Allgemein wird mit einem Sieg der Regierungskoalition aus der ehemaligen Einheitspartei Nationale Befreiungsfront (FLN) und ihrem Juniorpartner Sammlungsbewegung für Demokratie (RND) gerechnet.

Die Islamisten, Hauptkraft der Opposition, treten in verschiedenen Gruppierungen an. Insgesamt bewarben sich 12.000 Kandidaten für einen Sitz in der Nationalversammlung.

Die Wahllokale sollen am Donnerstagabend um 20.00 Uhr (MESZ) schließen, die Ergebnisse werden am Freitagvormittag von Innenminister Noureddine Bedoui verkündet. (afp)