BMW-Chef: Es gibt intelligentere Dinge als Fahrverbote

BMW-Chef Krüger hält nichts von Fahrverbote, es gäbe intelligentere Lösungen. 2019 will BMW einen Elektro-Mini auf dem Markt bringen, "der wird eine ordentliche Reichweite haben."

BMW-Chef Harald Krüger widerspricht dem Vorwurf, der Dieselgipfel der vergangenen Woche sei enttäuschend verlaufen und die Autoindustrie sei ungeschoren davon gekommen: „Beim Dieselgipfel wurden anspruchsvolle Pakete geschnürt“, sagte Krüger der F.A.S.

Ein Software-Update für 300.000 BMW-Diesel und eine europaweite Umweltprämie von 2.000 Euro für den Tausch von Alt- in Neuwagen führten zu einer deutlichen Verbesserung der Umwelt.

Dass durch die Updates der Diesel an Leistung verliere, bestreitet Krüger: „Das Update führt zu keinerlei Einbußen.“

Krüger fordert die ausländischen Hersteller auf, auch in den 500-Millionen-Mobilitätsfonds einzuzahlen, der die Infrastruktur für die E-Mobilität vorbereiten soll: „Es wäre für die Außenwirkung gut, wenn die sich beteiligen würden.“

Es gibt intelligentere Dinge als Fahrverbote

Von Fahrverboten in Innenstädte hält Krüger nichts: „Ich glaube, es gibt intelligentere Dinge als Fahrverbote.“ Am Diesel will er auch langfristig festhalten: „Der Diesel kann sich sehen lassen; wir kapitulieren nicht.“

Aber auch den Einwand, die Industrie habe die Wende zur E-Mobilität verschlafen, lässt Krüger nicht gelten: „Wenn man jetzt richtig Vollgas gibt, ist in den nächsten zwei oder drei Jahren viel möglich“, so der BMW-Chef. „Wir bringen 2019 einen Elektro-Mini auf dem Markt; der wird eine ordentliche Reichweite haben.“

Vorwürfen, BMW haben sich an verbotenen Kartellabsprachen mit anderen Autoherstellern beteiligt, bestreitet Krüger: „Wir haben keine Kenntnis von einem Ermittlungsverfahren gegen uns, weder durch das Bundeskartellamt, noch durch die EU-Kommission.“ (dts)