Mehrheit der angestellten Migranten arbeitet als Fachkraft – doch die meisten sind Leistungsbezieher

Die meisten Migranten in Deutschland sind Leistungsbezieher - doch von denen die Arbeit gefunden haben sind die Mehrheit Fachkräfte.

Die meisten Mirganten in Deutschland sind Leistungsbezieher – aber die Mehrheit der Mirganten, die Arbeit gefunden hat, übt eine relativ anspruchsvolle Tätigkeit aus.

Das zeigt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe in ihren Donnerstagsausgaben berichten. Knapp 60 Prozent sind als qualifizierte Fachkräfte beschäftigt, 40 Prozent in Helfertätigkeiten, ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

9,4 Prozent üben gar einen Beruf aus, der in der Regel ein Diplom oder einen Master erfordert. Fast ein Viertel aller Beschäftigten aus den acht Asylherkunftsländern sind Syrer.

Ein weiteres Fünftel sind Afghanen, gefolgt von Irakern (15 Prozent) und Iranern (14 Prozent). Auffällig ist der hohe Anteil von Fachkräften unter den Afghanen mit mehr als 50 Prozent. Die Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen darüber hinaus ein besonderes Engagement von kleinen und mittleren Betrieben bei der Beschäftigung von Menschen aus den genannten Ländern. Drei Viertel von ihnen arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen.

In Großbetrieben ist der Beschäftigungsanteil hingegen deutlich geringer: Während insgesamt in Deutschland jeder dritte Beschäftigte bei einem Großbetrieb arbeitet, ist es unter den Beschäftigten aus Asylländern nur knapp jeder Vierte.

Grundlage der Untersuchung ist der Datenstand vom 31. März 2017. Die Daten stammen von der Bundesagentur für Arbeit. Aktuell sind etwa 140.000 Menschen aus den acht Hauptasylherkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Allerdings waren Mitte 2017 fast 600.000 Flüchtlinge als erwerbsfähige Leistungsberechtigte in der Grundsicherung Hartz IV. (dts)