Ökonomen warnen vor Fachkräftemangel als Wachstumsbremse

2018 sei mit einem größeren Fachkräftemangel zu rechnen, der zu einer Wachstumsbremse der deutschen Wirtschaft führen wird. Unbeantwortet bleibt dabei die Frage, wie es zu einem solchen Fachkräftemangel überhaupt kommen kann?

Führende Ökonomen haben davor gewarnt, dass der Mangel an qualifiziertem Personal die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr bremsen könnte. Bisher sei ein flächendeckender Fachkräftemangel vor allem durch EU-Zuwanderer noch verhindert worden, sagte der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph M. Schmidt, dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Doch schon jetzt falle es den Unternehmen zunehmend schwer, offene Stellen zu besetzen.

„Bereits 2018 ist daher mit einer etwas geringeren Wachstumsdynamik zu rechnen als noch im vergangenen Jahr“, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats und Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI.

Auch der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Michael Hüther, warnte vor Bremseffekten. Laut der jüngsten Konjunkturumfrage seines Instituts befinde sich gut ein Drittel der Unternehmen in einer Überauslastung.

Zwei Drittel gäben als Grund fehlende Fachkräfte an, 44 Prozent meldeten Probleme infolge verlängerter Lieferzeiten der Zulieferer. „Somit liegt im Fachkräftemangel eine bedeutende Wachstumsbremse“, sagte Hüther.

Nach einer Auswertung des „Handelsblatts“ haben allein die 30 DAX-Konzerne derzeit fast 20.000 Stellen ausgeschrieben, rund 5.000 mehr als vor einem Jahr. Gefragt sind im Prinzip alle Berufsgruppen, besonders oft jedoch Mechatroniker, Mathematiker, Wirtschaftswissenschaftler, Marketingexperten und vor allem IT- und Software-Spezialisten. (dts)

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