Theologin Rahner: „Der Islam gehört an die Universität“

Die renommierte katholische Theologin Rahner kritisierte Vorurteile gegen die "Zentren für Islamische Theologie" an deutschen Universitäten. "Der heutige Staat aber muss alle Versuche unterbinden, kritische Islamtheologinnen und -theologen abzuwerten und einzuschüchtern," so Rahner.

Die Katholische Theologin Johanna Rahner ist der Meinung, dass Religion und Glaube unter staatliche Aufsicht gehören.

Das schreibt sie in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“. Es gelte: „Vertrauen ist gut, Kontrolle besser!“ So wie die katholische Theologie vor 200 Jahren in die Universität Tübingen integriert worden sei, müsse sich heute auch die Islamtheologie im universitären Umfeld behaupten.

Die renommierte katholische Theologin, die den einstigen Lehrstuhl des Kirchenreformers Hans Küng innehat, kritisierte Vorurteile gegen die „Zentren für Islamische Theologie“ an deutschen Universitäten.

Die einen fragen: Ist der Islam überhaupt moderne-, pluralitäts- und damit wissenschaftsfähig? Die anderen fürchten: Eine Verwissenschaftlichung des Glaubens relativiert und verwässert ihn!“

Rahner forderte: „Der heutige Staat aber muss alle Versuche unterbinden, kritische Islamtheologinnen und -theologen abzuwerten und einzuschüchtern.“ Weiter heißt es: „Der säkulare Staat muss der Radikalisierung des Glaubens vorbeugen.“ Und: „Er muss verhindern, dass die Gewaltgeschichte der Religionen tabuisiert und der Glaube ins Private verdrängt wird.“

Alle Religionsgemeinschaften würden heute daran gemessen, ob ihre Gläubigen tolerant seien. Nur der freiheitliche Staat garantiere das Recht der Religion auf Selbstaufklärung. Deshalb gelte: „Der Islam gehört an die Universität!“ (dts)

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