Zhuge Liang, ein Symbol für Intelligenz und Strategie

Titelbild
In der chinesischen Kultur steht der Name Zhuge Liang für „unschlagbarer Stratege“ und „Hingabe an das Königreich". Illustrator: Blue Hsiao
Von 1. Juli 2012

Zhuge Liang (181-234 v.Chr.) war ein angesehener politischer Ratgeber, ein Militärstratege und ein Genie der Mechanik und Mathematik. Dank seiner Strategien und Ratschläge konnte Liu Bei das Shu-Han Königreich gründen. Nach dem Tod von Liu Bei wurde er Regent und Kanzler und widmete sein ganzes Leben dem Königreich.

Zhuge Liang war während seiner Zeit als junger Einsiedler wegen seiner großen Weisheit in zurückgezogen lebenden intellektuellen Kreisen als „hockender Drache“ bekannt. Überlieferungen zufolge wurde Liu Bei zweimal abgewiesen, bevor Zhuge ihm beim dritten Mal zusagte, seinen einsamen Lebensstil hinter sich zu lassen um Liu Bei zu helfen,  die Han Dynasty aus dem herrschenden Chaos heraus wieder aufzubauen.  Liu Bei war zu der Zeit noch eine unbedeutende militärische Figur.

Zhuge Liang war der Architekt jener Taktik, eine Allianz mit den östlichen Wu zu bilden, mit der die Schlacht am roten Felsen zum Sieg geführt wurde.

Unter seinem Rat stieg Liu Bei von einem kleinen Militär ohne Basis zum König des Shu-Han Königreiches auf. Das gegenseitige Vertrauen wuchs so sehr, dass Liu Bei ihm am Sterbebett sogar sein Königreich und seinen Sohn anvertraute. Er bat ihn den Thron zu übernehmen, sollte sein Sohn kein guter Anführer sein.

Als Regent bezeugte Zhuge Liang dem Sohn von Liu Bei große Loyalität und verbrachte sein Leben damit, ohne Rast das Königreich zu festigen und das Hoheitsgebiet zu vergrößern.

Mit Moral die südlichen Klans besänftigen

Als Zhuge Liang nach dem Tod von Liu Bei mit der Wiederherstellung der Beziehungen zu den östlichen Wu beschäftigt war, wurde das Shu-Han Königreich von den südlichen Klans und deren Anführer Meng Huo angegriffen. Sehr bald aber ging Zhuge Liang zum Gegenangriff über und konnte Meng Huo gefangen nehmen, der sich allerdings weigerte sich zu ergeben. Zhuge Liang ließ ihm ein gutes  Mahl richten und gab ihm danach die Freiheit wieder. So erlaubte er ihm, seine Klans neu zu organisieren den Kampf erneut aufzunehmen.

Dieser unübliche Kreislauf von gefangen nehmen und wieder frei lassen wiederholte sich eine Zeit lang. Bei der siebten Gefangennahme nahm der Anführer zur Kenntnis, dass er gegen Zhuge Liang weder als militärischer Stratege noch charakterlich eine Chance hatte. Er ergab sich und wurde zum ortsansässigen Gouverneur ernannt, um die Bevölkerung zu besänftigen. Der Friede hielt viele Jahre.

Der nördliche Feldzug gegen Wei

Nach dem Frieden mit den südlichen Klans wandte sich Zhuge Liang mit einer Reihe von Feldzügen gegen Wei im Norden. Er hinterließ uns viele spannende Geschichten aus dieser Zeit. Eine davon ist die Geschichte der Strategie der leeren Festung.

Als ein Shu Han Offizier aufgrund seiner Überheblichkeit eine wichtige Durchgangsstraße verlor, kam Zhuge Liang in einer leeren Festung zusammen mit ein paar zivilen Beamten und einer Hand voll Soldaten in eine gefährliche Lage, bei der sie den Wei Truppen ausgesetzt schienen. Um den Feind zu täuschen, befahl Zhuge Liang, alle  Tore zu öffnen und ließ alte Zivilisten den Weg kehren. Er selbst spielte im Festungsturm gelassen die traditionelle Zither nur mit zwei Dienern in seiner Nähe. Sein langjähriger Gegner, der Befehlshaber der Fußtruppen, war verblüfft und fürchtete eine Falle, weshalb er den Rückzug befahl. Seinen begeisterten Beamten erklärte Zhuge Liang später, dass diese Taktik nur bei diesem einen argwöhnischen Befehlshaber funktioniere, weil dieser davon ausging, dass Zhuge Liang niemals Risiken eingehe.

Zhuge Liang stand mit Loyalität und Redlichkeit zum Shu-Han Königreich. So brach er nie ein Versprechen gegenüber seinen Beamten und Soldaten. Sein Leben war voller legendenhaften Geschichten, und manche handelten von übernatürlichen Fähigkeiten. Er erfand die hölzernen Ochsen und das schwimmende Pferd, womit Güter an Land oder auf den Flüssen transportiert werden können. Er entwarf für seine Truppen eine ausgefeilte Repetierarmbrust, die mehrere Pfeile auf einmal abschießen konnte, und kleine, mit einer Kerze bestückte Heißluftballons für militärische Signale. Er konstruierte das hochkomplexe steinerne Wachpostenlabyrinth mit acht Eingängen, aus welchem die Feinde kaum noch herausfanden, wenn sie es einmal betreten hatten.

Zhuge Liang starb mit 54 Jahren an einer Krankheit im Jahr 234 n.Chr. während seiner fünften militärischen Expedition im nördlichen Wei. Er erwarb sich großen Respekt von allen Königreichen und sein Tod war Anlass zu großer Trauer im Shu-Han Reich und bei den Feinden. In der chinesischen Kultur steht sein Name für „unschlagbarer Stratege“ und „Hingabe an das Königreich“.

 

 



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