Coronavirus NEWSTICKER 02.02.: Italienischer Klinik gelingt Isolation und Nachzucht des Corona-Virus – Zweiter Übertragungsweg entdeckt

Epoch Times2. Februar 2020 Aktualisiert: 2. März 2020 8:10
Der Virus kann auch über das Verdauungssystem verbreitet werden, wie Forscher herausfanden. Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des Virus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet: Oseltamivir, Lopinavir und Ritonavir.

Der neuartige Wuhan Coronavirus (2019-nCoV) verbreitet sich weiter. Einen Tag nach ihrer Rückkehr aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland sind drei Menschen positiv getestet worden. Die aus China ausgeflogenen Deutschen sollen mindestens 14 Tage in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim bleiben – so lange dauert die bisher bekannte maximale Inkubationszeit, also die Frist von der Ansteckung bis zum möglichen Krankheitsausbruch.

Anmerkung der Redaktion: Wir müssen davon ausgehen, dass die Zahlen der staatlichen chinesischen Behörde über Todesfälle und Infizierte durch den Wuhan-Virus in China nicht stimmen. Daher verzichten wir auf eine Veröffentlichung. Wir bemühen uns, die tatsächlichen Zahlen herauszufinden.

Sonntag 02.02.

21:30 Uhr Italienischer Klinik gelingt Isolation und Nachzucht des Corona-Virus

Wie der italienische Corriere della Sera meldet hat der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza während einer Pressekonferenz bekannt gegeben. „Wir haben das Virus isoliert – sagte Speranza – und das bedeutet, dass wir viele Möglichkeiten haben, zu untersuchen, zu verstehen und zu überprüfen, was getan werden kann, um die Ausbreitung zu stoppen. Das Virus wird der gesamten internationalen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Jetzt wird es einfacher sein, ihn zu behandeln“.

Das Labor in dem die Isolation gelang gehört zum Spalanzani-Krankenhaus in Rom.

19:20 Uhr: Mit Coronavirus infizierte Passagiere «medizinisch wohlauf»

Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose „den Umständen entsprechend sehr gut“. Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, ergänzte, dass die beiden Patienten stationär aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt würden. Sie seien medizinisch wohlauf.

15:35 Uhr: Thailand meldet erfolgreiche Behandlung

Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails dramatisch verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Sonntag. Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

Die Ärzte gaben der Frau eine Kombination aus dem Grippe-Medikament Oseltamivir und den zur Behandlung von HIV eingesetzten antiviralen Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir. Nun solle der Medikamentencocktail im Labor weiter getestet werden, erklärte das Ministerium.

In Thailand wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, dies ist nach Japan die zweithöchste Zahl von Fällen außerhalb Chinas. Acht der Patienten sind inzwischen geheilt, elf werden noch in Krankenhäusern behandelt.

14:20 Uhr: Zweiter Übertragungsweg entdeckt

Neben Tröpfcheninfektion kann der Virus auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. So haben chinesische und amerikanische Forscher den Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben.

14:00 Uhr: Zehn Coronavirus-Fälle und mehr als hundert Menschen in Quarantäne in Deutschland

In Deutschland gibt es mittlerweile elf Krankheitsfälle, mehr als hundert Menschen befinden sich in Quarantäne. Eine Maschine der deutschen Luftwaffe hatte am Wochenende 124 Menschen aus der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei ausgeflogen, unter ihnen 102 Deutsche. Bei diesen gab es zwei Infizierte, die in die Uniklinik Frankfurt gebracht wurden. Nur bei einem wurde der Befuund bestätigt.

Für die ehrenamtlichen Helfer und die Bevölkerung bestehe „kein Grund zur Sorge“, gaben die Behörden des Landkreises Germersheim bekannt. Die Erkrankten hätten den Befund „gefasst aufgenommen“ und seien isoliert worden.

Der Evakuierungsflug aus Wuhan führte zu diplomatischem Zwist mit Russland. Die russischen Behörden hatten der Luftwaffen-Maschine den vorher in Aussicht gestellten Zwischenstopp auf dem Moskauer Flughafen verweigert, wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte. Dies sei mit Kapazitätsengpässen begründet worden. Die Ministerin kündigte ein mögliches Nachspiel an.

Am Samstag waren auch zwei weitere Infektionsfälle bei Deutschen bekannt geworden. Ein deutscher Tourist wurde laut spanischen Behörden auf der Kanareninsel La Gomera positiv auf das Coronavirus getestet. Er habe zuvor „engen Kontakt“ mit einer infizierten Person in Bayern gehabt.

Das bayerische Gesundheitsministerium teilte außerdem mit, ein 33-jähriger Mann aus München habe sich infiziert. Wie sechs weitere Erkrankte sei auch er ein Mitarbeiter des im Landkreis Starnberg angesiedelten Automobilzulieferers Webasto. Außerdem steckte sich ein Kind eines erkrankten Webasto-Mitarbeiters an.

13:40 Uhr: Malaysias Regierung widerspricht „Zombie“-Gerüchten zum Coronavirus

Malaysias Regierung hat Gerüchten widersprochen, das derzeit grassierende Coronavirus verwandele Infizierte in Zombies. „Die Behauptung, mit dem Virus infizierte Personen würden sich wie Zombies verhalten, ist nicht wahr“, betonte das Gesundheitsministerium im Kurzmitteilungsdienst Twitter. „Patienten können wieder gesund werden.“ Zuvor hatten Nutzer im Internet eine Verbindung zwischen dem Coronavirus und „lebenden Toten“ hergestellt.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Auch Falschinformationen über angebliche Infektions- oder Totenzahlen durch das Virus waren in den vergangenen Tagen in Malaysia im Internet verbreitet worden. Bislang wurden sechs Verdächtige wegen der Verbreitung derartiger Gerüchte festgenommen. Ihnen drohen Geld- oder Gefängnisstrafen.

Bis Sonntag wurden in Malaysia acht Krankheitsfälle wegen des neuartigen Coronavirus gezählt, bei allen Infizierten handelte es sich um Chinesen.

13:30 Uhr: Zwei Wuhan-Rückkehrer infiziert

Bei dem aus China zurückgekehrten Passagier, der am Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium mit.

Derweil war bei zwei anderen Passagieren, die vom Frankfurter Flughafen zur Quarantäne in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden waren, das Virus nachgewiesen worden. Sie werden nun ebenfalls in die Frankfurter Uniklinik gefahren.

12:55 Uhr: Die Formel E-Rennen in China wurden abgesagt

Die Formel E wird nicht wie geplant am 21. März im chinesischen Sanya starten. Grund für die Entscheidung in Übereinkunft mit den zuständigen Behörden, dem Automobil-Weltverband und örtlichen Partnern ist der grassierende neue Coronavirus, teilte die vollelektrische Rennserie mit.

Man werde prüfen, ob sich die Situation womöglich zu einem anderen Zeitpunkt anders darstelle.

11:20 Uhr: Zwei Wuhan-Rückkehrer positiv auf Coronavirus getestet

Mindestens zwei von über 120 Rückkehrern aus China sind nach Angaben der örtlichen Behörden im Landkreis Germersheim mit dem Coronavirus infiziert. Sie seien in der Südpfalz-Kaserne bei Germersheim positiv auf das Virus getestet worden, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntagmorgen. „Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert“, hieß es.

Sie wurden mit einem Infektionsschutzkrankentransportwagen durch das Deutsche Rote Kreuz in das Uniklinikum Frankfurt gefahren. Für das am Standort Germersheim eingesetzte militärische wie zivile Personal, sowie für die ehrenamtlichen Helfer vom Deutschen Roten Kreuz und die Bevölkerung bestehe „kein Grund zur Sorge“.

Die aus China ausgeflogenen Deutschen sollen mindestens 14 Tage in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim bleiben – so lange dauert die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der befürchteten Ansteckung bis zum möglichen Krankheitsausbruch. An dem Standort eines Luftwaffenausbildungsbataillons stehen für sie 128 Zimmer in einem 2018 fertiggestellten Gebäude bereit.

Die Passagiere waren gegen 16.30 Uhr an Bord einer Bundeswehrmaschine in Frankfurt angekommen. Nach der Landung wurden sie untersucht. Elf von ihnen seien in die Frankfurter Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Insgesamt seien 124 Passagiere in Frankfurt gelandet: 100 Deutsche, 22 Chinesen, ein US-Bürger und ein Rumäne.

9:15 Uhr: 1400 Kräfte des Militärs für neues Krankenlager in Wuhan

Für das erste von zwei neuen Krankenlagern in Wuhan sind 1400 medizinische Kräfte des chinesischen Militärs entsandt worden. Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden und eine Kapazität von 1000 Betten haben, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Zu dem Personal gehörten auch viele, die vor 17 Jahren bei der Sars-Pandemie in einem ähnlichen Behelfs-Krankenhaus in Xiaotangshan in Peking gearbeitet hatten.

Chinas Zentralbank stützt Wirtschaft wegen Virus mit Milliardensumme

Die chinesische Zentralbank erklärte am Sonntag, sie werde zur Öffnung der Finanzmärkte nach den verlängerten Neujahrsferien am Montag 1,2 Trillionen Yuan (156 Milliarden Euro) bereitstellen. Ziel sei es, das Bankensystem mit ausreichend Geld zu versorgen und den Devisenmarkt stabil zu halten.

Die insgesamt verfügbaren Mittel des Bankensystems lägen damit um 900 Milliarden Yuan über dem Vergleichswert vom Vorjahr, teilte die Zentralbank mit. Sie appellierte an die Finanzinstitute des Landes, unter anderem Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen ausreichend Kredite zur Verfügung zu stellen.

Apple schließt seine Filialen und Büros in Festlandchina

Der US-IT-Gigant Apple kündigte an, seine Filialen und Büros in Festland-China vorerst zu schließen. Der koreanische Autobauer Hyundai setzte seine SUV-Produktion aus. Zur Begründung nannte eine Sprecherin Werksschließungen in China, die zu einer Versorgungsstörung geführt hätten.

8:50 Uhr: Neuseeland und Australien erteilen Einreiseverbot für China-Reisende

Neuseeland und Australien reagieren mit einer vorläufigen Einreisesperre für Flugpassagiere aus China auf die Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Wie die neuseeländische Regierung mitteilte, soll das Einreiseverbot am Montag in Kraft treten, alle 48 Stunden überprüft werden und bis zu zwei Wochen gelten.

Es betreffe sowohl Passagiere, die ihre Flugreise in China beginnen, als auch jene, die dort zwecks Weiterreise nach Neuseeland umsteigen. Eine quasi identische Einreisesperre hatte bereits Australien erlassen.

07: 24 Massive Einschränkungen in China

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China ist erstmals in einer Stadt außerhalb der Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit der Bewohner massiv eingeschränkt worden: In der Neun-Millionen-Einwohner-Metropole Wenzhou an der Ostküste Chinas dürfe nur noch ein Mensch pro Haushalt alle zwei Tage auf die Straße, um das zum Leben Notwendige einzukaufen, teilten die örtlichen Behörden am Sonntag mit. 46 Autobahn-Mautstellen der Stadt wurden derweil geschlossen.

07:10 Uhr: Philippinen melden ersten Toten

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntag mitteilte, starb auf den Philippinen ein Chinese aus Wuhan, wo das Virus im Dezember erstmals bei Menschen aufgetreten war. „Das ist der erste gemeldete Todesfall außerhalb Chinas“, sagte der WHO-Vertreter Rabindra Abeyasinghe in Manila.

Der philippinische Gesundheitsminister Francisco Duque teilte mit, der 44-jährige Patient sei in einem Krankenhaus in Manila gestorben. Der Mann sei mit einer Chinesin ins Land gekommen, die ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden sei. Sie erhole sich derzeit im Krankenhaus von der Infektion.

Kurz vor dem Vermelden des Todesfalls hatte die philippinische Regierung verfügt, aus China angereiste Ausländer ab sofort nicht mehr ins Land zu lassen.

Bereits am Samstagabend meldete Bayern die achte Infektion mit dem Coronavirus innerhalb Deutschlands. Bei einem 33-jährigen Mann aus München sei das Virus nachgewiesen worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Er ist wie alle anderen erwachsenen Infizierten Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg. Darüber hinaus wurde die Infektion auch bei einem Kind in Bayern festgestellt.

Darüber hinaus ist ein weiterer Deutscher, der sich auf der Urlaubsinsel La Gomera befindet, von dem Virus infiziert wurde. Damit steigt die Zahl der infizierten Deutschen auf insgesamt neun.

Samstag 01.02.

23:59 Uhr: China-Rückkehrer erreichen Kaserne

Die mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China haben ihre Quarantänestation in Rheinland-Pfalz erreicht. Ein dpa-Reporter sah mehrere Busse mit den über 100 Menschen in die Südpfalz-Kaserne in Germersheim fahren. Dort stehen für sie insgesamt 128 Zimmer bereit. Die deutschen Staatsbürger und Familienangehörige von ihnen waren zuvor aus der vom Coronavirus besonders betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen worden. Sie sollen mindestens 14 Tage an dem Standort eines Luftwaffenausbildungsbataillons bleiben.

Zu der Rückkehrerein, bei der eine Coronavirus-Erkrankung nicht ausgeschlossen werden kann, gab es bisher keine Neuigkeiten. Ein Laborergebnis der Frankfurter Universitätsklinik wird wohl noch erwartet.

Hintergrundartikel: „Mir sind die Tränen ausgegangen“: Lungen-Seuche bringt Tod und Krankheit in chinesische Familie

23.45 Uhr: EU sendet 12 Tonnen Schutzkleidung nach China

Im Kampf gegen das Coronavirus liefert die Europäische Union zwölf Tonnen Schutzkleidung an China. Laut EU-Kommission hatte die Volksrepublik darum gebeten. Brüssel habe Kontakt mit den EU-Staaten aufgenommen. Diese hätten die zwölf Tonnen Schutzkleidung zusammengetragen, die bereits unterwegs nach China seien. Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus in China erlebte nach offiziellen Zahlen heute den bisher höchsten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages.

Hintergrundartikel: Auswirkungen des Coronavirus auf Deutschland: Tourismus, Börse und Wirtschaft

21:55 Uhr: Russland verschärft Einreisestimmungen für Chinesen

Russland hat die Einreisestimmungen für Chinesen verschärft. Die Befreiung von der Visumspflicht für Reisegruppen aus der Volksrepublik werde abgeschafft, teilte die Regierung in Moskau am Samstag mit. Zudem würden keine Arbeitsvisa mehr für Chinesen ausgestellt. Die Maßnahmen dienten der „Sicherheit des Landes und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit“.

Es handele sich um „vorübergehende“ Einschränkungen, betonte die Regierung. Für chinesische Reisegruppen bestand seit dem Jahr 2000 die Möglichkeit, ohne Visum nach Russland einzureisen. Die russischen Behörden hatten am Freitag die ersten Coronavirus-Fälle im Land gemeldet. Zwei Chinesen erkrankten demnach an dem neuartigen Virus.

Hintergrundartikel: Coronavirus: Staatsmedien der KP Chinas kündigen 100.000 neue Krankenhausbetten für Hubei an

20:23 Uhr: Ein Passagier aus China zur Abklärung in Uniklinik

Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose. Bei einem von ihnen solle abgeklärt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei, bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor, erläuterte Klose rund drei Stunden nach der Landung des Fliegers auf dem Frankfurter Flughafen. Insgesamt seien 124 Passagiere in Frankfurt gelandet, darunter 100 Deutsche.

Mehr dazu: Coronavirus in Deutschland: Rückkehrer aus Wuhan in Frankfurt gelandet – darunter zwei Dutzend Kinder

19:20 Uhr: Tausende Hongkonger Krankenhaus-Mitarbeiter fordern Grenzschließung zu China

Bei einer Versammlung der neugegründeten Gewerkschaft für medizinisches Personal (HAEA) stimmten am Samstag mehr als 3000 Angestellte der staatlichen Krankenhäuser für einen Streik, sollten die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone der Forderung nicht nachkommen. Die Vorsitzende der Gewerkschaft, Winnie Yu, warnte, dass ohne Beschränkungen die Ressourcen für eine Bekämpfung des Virus nicht ausreichen könnten. Bislang habe die Regierung Hongkongs die Forderungen der Ärzte und Pfleger ignoriert.

Insgesamt stünden 9000 HAEA-Mitglieder hinter der Streikdrohung. Gewerkschaftsvertreter wollen am Sonntag mit Vertretern der Krankenhausbehörde zu Gesprächen zusammenkommen. Sollte dabei keine Einigung gelingen, will die HAEA rund 30 Prozent ihrer Mitglieder in den Krankenhäusern ab Montag in den Streik schicken. Die übrigen Mitglieder sollen dann später für vier Tage in den Ausstand treten. Die Krankenhausbehörde kündigte bereits einen Notfallplan an.

Bis Samstag wurden in Hongkong 14 bestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. 112 weitere Patienten befanden sich in isolierter Behandlung. Hongkongs pekingtreue Regierung weigert sich bislang trotz wachsenden Drucks aus der Bevölkerung, die Grenzen zu China zu schließen. Bislang wurden nur einige weniger stark genutzte Übergange geschlossen.

Mehr dazu: Wegen weiterhin geöffneter Grenze zu China: Krankenschwestern in Hongkong melden sich aus Protest krank

19:12 Uhr: Bayern meldet achte Infektion mit Coronavirus

Bayern meldet die achte Infektion mit dem Coronavirus. Bei einem 33-jährigen Mann aus München sei das Virus nachgewiesen worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Auch er ist wie alle anderen erwachsenen Infizierten Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg.

Außerdem hatte sich noch das Kind eines Mitarbeiters angesteckt. In dem Unternehmen hatte am Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Davon liegen nach Angaben des Ministeriums nun 139 negative Ergebnisse und zwei positive Ergebnisse vor. Zum Gesundheitszustand der Infizierten machte das Ministerium, anders als in vorherigen Mitteilungen, am Samstagabend keine Angaben.

Hintergrundartikel: Coronavirus in Wuhan: Ärzte am Limit – „Faustkampf“ auf Notambulanz-Baustelle

16:53 Uhr: Luftwaffen-Flug mit Rückkehrern aus Wuhan in Frankfurt gelandet

Die deutsche Luftwaffe hat mehr als hundert Menschen aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland ausgeflogen. Die Maschine aus der besonders vom neuartigen Coronavirus betroffenen Stadt landete am Samstagnachmittag auf dem Frankfurter Flughafen, wie ein AFP-Reporter beobachtete. Die Rückkehrer sollen nun umgehend auf Symptome untersucht werden, danach werden sie 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt.

Mehr dazu: Coronavirus Deutschland: Rückkehrer aus Wuhan in Frankfurt gelandet – darunter zwei Dutzend Kinder

15:58 Uhr: Coronavirus-Epidemie durchkreuzt Hochzeitspläne

Der 2. Februar ist in diesem Jahr als Hochzeitstag besonders beliebt, da das Datum mit der Zahlenfolge „02022020“ rückwärts wie vorwärts gelesen werden kann. Die Regierung empfahl nun konkret in einer Erklärung, die für Sonntag geplanten Trauungen abzusagen und die Information an weitere Paare weiterzugeben. Die Regierung teilte nun mit, sie werde zudem jegliche Hochzeitsberatungen vorläufig einstellen.

In der Erklärung hieß es weiter, Trauerfeiern sollten „einfach und schnell durchgeführt werden, um Menschenansammlungen zu vermeiden“. Zudem sollten die Leichen der Coronavirus-Opfer so schnell wie möglich eingeäschert werden. Das Personal solle Schutzkleidung tragen und bei den Trauergästen Temperaturkontrollen vornehmen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Weltweite Infektionszahlen außerhalb Chinas: Thailand 19, Japan 17, Singapore 16, Hong Kong 13, Südkorea 11, Taiwan 10, Australien 9, Malaysia 8, Macau 7, Deutschland 7, USA 7, Frankreich 6,  Vereinigte Emirate 4, Kanada 3, Italien 2, Vietnam 2, Rußland 2, Großbritanien 2, Kambodia 1, Finnland 1, Indien 1, Nepal 1, Philippinen 1, Sri Lanka 1, Schweden 1, Spanien 1

15:03 Uhr: Luftwaffenflug mit Rückkehrern aus Wuhan startet in Helsinki

Für die 128 Rückkehrer an Bord des Luftwaffen-Flugzeugs aus dem chinesischen Seuchengebiet hat die letzte Etappe der Reise nach Frankfurt am Main begonnen: Die Maschine sei kurz vor 14.30 Uhr vom Flughafen Helsinki gestartet, wo sie betankt worden und eine neue Crew an Bord gegangen sei, teilte die Luftwaffe am Samstag mit. Gegen 16.30 Uhr wird die Maschine in Frankfurt erwartet.

Mehr dazu: Quarantäne nur für Rückkehr-Deutsche – Sind Einreisende aus China eine potentielle Gefahr?

14:40 Uhr: Großbritannien zieht wegen Coronavirus Diplomaten vorübergehend aus China ab

Nach den USA zieht auch Großbritannien Personal aus seinen diplomatischen Einrichtungen in China ab. Angestellte der britischen Botschaft sowie der Konsulate in China würden aus Sicherheitsgründen vorübergehend abgezogen, sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums am Samstag. Von dem Schritt seien auch die Familien der Diplomaten betroffen.

Der britische Botschafter sowie eine diplomatische Notfallbesetzung bleinen weiter in Peking. Britische Bürger hätten in China auch weiterhin Zugang zu konsularischer Hilfe. Die USA hatten bereits am Mittwoch allen nicht unabkömmlichen Mitarbeitern von US-Regierungseinrichtungen in China und deren Familien die Ausreise freigestellt.

Mehr dazu: Gesundheitsnotstand ausgerufen: USA verhängen wegen Coronavirus Einreiseverbot für China-Reisende

13:53 Uhr: Deutscher Tourist auf spanischer Ferieninsel La Gomera erkrankt

Beim ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Spanien handelt es sich um einen deutschen Touristen. Der Mann werde auf der Urlauberinsel La Gomera isoliert behandelt und erhalte die „notwendige medizinische Versorgung“, teilte das spanische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Er habe zuvor in Deutschland „engen Kontakt“ mit einer infizierten Person gehabt, hieß es weiter. Die Zahl der erkrankten Deutschen steigt damit auf insgesamt acht, sieben davon in Deutschland.

Mehr dazu: Coronavirus erreicht La Gomera: Deutscher Tourist ist erster Coronafall in Spanien

12:55 Uhr: Pakete aus China sind keine Gefahr – Weltgesundheitsorganisation

Pakete aus China sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Gefahr für eine weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus. „Wer ein Paket aus China bekommt, hat kein Risiko, sich mit 2019-nCoV anzustecken“, hieß es in einer Mitteilung am Samstag. Von früheren Analysen wisse man, dass Coronaviren nicht in der Lage seien an Objekten wie Paketen oder Briefen längere Zeit zu überleben.

Hintergrundartikel: Wie gefährlich ist der Coronavirus für Deutschland? – Hygiene-Experte: „In 14 Tagen wissen wir mehr“

11:15 Uhr: China-Rückkehrer: Voraussichtliche Landung am Nachmittag

Das Flugzeug der Bundeswehr mit Rückkehrern aus China an Bord wird am Nachmittag in Frankfurt erwartet. Die Maschine war in der Nacht im besonders vom Ausbruch des neuartigen Coronavirus betroffenen Gebiet Wuhan gestartet. Nach Angaben der Behörden sind weder Erkrankte noch Verdachtsfälle in der Maschine. Die Rückreise ist freiwillig. Nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen sollen die Menschen schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden, danach auch in einem sogenannten Medical Assessment Center – eine umgewidmete Sporthalle.

Hintergrundartikel: Coronavirus: Hygiene-Experte warnt vor Fehlinformation in deutschen Medien und „Händewaschen“

11.10 Uhr: Russland verweigert Bundeswehr-Evakuierungsflug den Zwischenstopp

Russland hat dem deutschen Luftwaffenflieger A310 „Kurt Schumacher“, der deutsche Staatsbürger wegen der Coronavirus-Pandemie aus Wuhan nach Deutschland bringen sollte, die zwingend benötigte Zwischenlandung verweigert. „Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt, aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert“, sagte Oberst Daniel Draken, Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums, der „Bild am Sonntag“. Russland hatte den deutschen Behörden die Landung zuvor in Aussicht gestellt, auch die Bundeswehr hatte den Stopp in Moskau bis zuletzt öffentlich kommuniziert.

Mehr dazu: Coronavirus: Russland verweigert Bundeswehr-Evakuierungsflug den Zwischenstopp

09:21 Uhr: Hyundai setzt wegen Coronavirus SUV-Produktion aus

Der koreanische Autobauer Hyundai seine für dieses Wochenende geplante SUV-Produktion ausgesetzt. Zur Begründung nannte eine Unternehmenssprecherin am Samstag die Schließung mehrerer Werke in China, die zu einer Versorgungsstörung geführt habe. Davon betroffen sei das komplette elektrische Leitungssystem eines Fahrzeugs, sagte die Sprecherin Jin Cha der Nachrichtenagentur AFP.

Für diesen Samstag und Sonntag seien außerplanmäßige Produktionszeiten für den SUV „Palisade“ geplant gewesen, sagte die Sprecherin. Diese seien nun gestrichen worden. Hyundai beobachte die Situation genau, um auf mögliche künftige Versorgungsstörungen reagieren zu können, fügte sie hinzu.

Hintergrundartikel: Wirtschaftsforscher: Weitere Ausbreitung des Coronavirus kann deutsche Wirtschaft beeinträchtigen

09:12 Uhr: Australien verhängt Einreiseverbot für China-Reisende

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt. Von dem Verbot ausgenommen seien australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Einreiseverbot werde von den Grenzbehörden ab sofort umgesetzt, Rückkehr ins Land müssten sich in eine zweiwöchige „Selbst-Quarantäne“ begeben. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen nach China zu verzichten.

Hintergrundartikel: Quarantäne nur für Rückkehr-Deutsche – Sind Einreisende aus China eine potentielle Gefahr?

09:00 Uhr: 127 Test in Bayern negativ – 7 Coronafälle bestätigt

Das bayerische Gesundheitsministerium hatte gestern Abend über die aktuelle Entwicklung bei des neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Von 128 jetzt derzeit vorliegenden Ergebnissen waren 127 negativ.  Am Abend war ein siebter Fall gemeldet woden. Es handelt sich um einen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist. Er ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die fünf zuerst bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind.

Mehr dazu: Sieben Corona-Fälle in Deutschland – Aufstockung auf 30 Betten an München Klinik Schwabing möglich

04:00 Uhr: Bundeswehr holt deutsche Staatsbürger aus China

Ein Flugzeug der Bundeswehr mit mehr als 120 Deutschen und anderen Staatsbürgern an Bord ist im chinesischen Wuhan zum Rückflug nach Deutschland gestartet. Das Einsatzführungskommando berichtete den Start über Twitter. Der Airbus wird heute Mittag in Deutschland erwartet.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge ist von den aus China ausgeflogenen deutschen Staatsbürgern keiner mit dem Coronavirus infiziert. Unter den Betroffenen herrschte Erleichterung: „Glücklich am Gate zu sein“, berichtete eine Frau kurz vor dem Start. Nach ihren Angaben wurden 126 Personen aus Wuhan gezählt.

Auch die USA, Japan und andere Länder haben bereits Staatsbürger aus der Metropole geholt oder planen Rückholaktionen. (dpa/dts/afp)

Coronavirus Newsticker am 31.01 und 01.02.

Coronavirus Newsticker am 30.01. und 31.01.

Coronavirus Newsticker am 29.01. und 30.01.

Coronavirus  Newsticker am 29.01. und 28.01.

Coronavirus  Newsticker am 28.01. und 27.01.

Coronavirus Newsticker am 27.01. und 26.01.

Coronavirus Newsticker von 31.12. 2019 bis 25.01.2020

(afp/dpa/dts/red)