Winter für Chinas Automarkt

Epoch Times12. November 2018 Aktualisiert: 12. November 2018 19:23
Die miese Wirtschaftslage begleitet Chinas Automarkt in die Winterzeit. Im Reich der Mitte könnte die Autoverkaufsmenge 2018 zum ersten Mal seit rund 20 Jahren sinken.

Anfang November sagte Wu Wei, Leiter der Maschinenabteilung der Koordinationssektion der chinesischen staatlichen Entwicklungs- und Reformkommission, bei einem globalen Forum über Autoindustrie in Shanghai, dass die gesamte Autoverkaufsmenge 2018 in China definitiv niedriger als 30 Mio. ausfallen würde. Es könnte sogar weniger als 2017 sein.

Laut der Statistik des chinesischen Autoindustrie-Verbandes wurden letztes Jahr 28,9 Mio. Autos in Festland China verkauft. Seit vier Monaten rutscht die Autoverkaufsmenge in China ununterbrochen nach unten. Wenn der Jahresverkauf niedriger als im Vorjahr ausfällt, wäre es das erste Mal in den letzten 20 Jahren, dass der Autoverkauf in China sinkt.

Während die Verkaufsmenge sinkt, erreicht der Lagerbestand von Autohändlern den höchsten Stand. Nach der neuesten Statistik von Chinas Autohändler-Verband (China Automobile Dealers Association) beträgt der Autolagerbestand-Warnungsindex (Vehicle Inventory Alert Index) im Oktober 66,9%. Das sind 8% mehr als im Vormonat und 17% gestiegen im Vergleich zum Oktober 2017, der höchste Wert seit drei Jahren. Ab 50% zählt der Autolagerbestand-Warnungsindex als gefährlich, je größer desto schlechter ist der Markt.

Gleichzeitig machen die Autohersteller in China auch weniger Gewinn. Laut der chinesischen Wirtschaftstageszeitung „National Business Daily“ hat FAW CAR CO.,LTD, einer der größten PKW-Hersteller in China vom Jan. bis Sept. 53.6% weniger Gewinn erzielt als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr, und PKW&LKW Hersteller Anhui Jianghuai Automobile Co., Ltd. 78,13% weniger, LKW-Hersteller Jiangling Motors Co., Ltd 66% weniger Gewinn.

Der in den USA lebende chinesische Wirtschaftskommentator Qin Peng sagte in einem Interview zu Epoch Times Anfang November, dass viele Chinesen wegen des steigenden Immobilienpreises Geld in den Immobilienmarkt in China investiert haben, dadurch wurde der Auto-Konsum beiseite gedrängt.

Außerdem wurde die Konsumkraft der chinesischen Bürger auch durch die stagnierende Wirtschaftsentwicklung Chinas und durch die unklare Zukunft des China-US Handelskrieges geschwächt, so Qin Peng zu Epoch Times.  (yzh/rls)

 

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