Hohe Flammen lodern aus der Scheune. Die Feuerwehr kämpft seit Stunden. Zu ihrer Überraschung gibt es unerwartete Hilfe: Die Dorfbewohner kümmern sich rührend um das leibliche Wohl der Feuerwehrleute.Foto: iStock

Ein Dorf packt an: Freiwillige Feuerwehr wird bei Großbrand von Anwohnern versorgt

Epoch Times2. August 2019 Aktualisiert: 2. August 2019 13:51
49 Feuerwehrleute, 16 Fahrzeuge. Mit einem Riesenaufgebot rückte die Freiwillige Feuerwehr zu einem fast achtstündigen Einsatz bei einem Scheunen-Großbrand in NRW aus. Während ihres unermüdlichen Einsatzes im Kampf gegen die Flammen wurde sie von den Dorfbewohnern verpflegt.

Ein Paradebeispiel einer Dorfgemeinschaft: Gekühlte Getränke, Kaffee, Tee, Brötchen, Würstchen und Frikadellen stehen bereit. Im nordrhein-westfälischen Sevelen bei Düsseldorf wird Nachbarschaftshilfe noch großgeschrieben. Denn was hier nach einem gemütlichen Beisammensein klingt, ist in Wirklichkeit ein Kampf um Leben und Tod.

Am Mittwochmittag rückte die Freiwillige Feuerwehr dort zu einem Großbrand aus. In Spitzenzeiten waren 49 Feuerwehrleute mit 16 Fahrzeugen im Einsatz, um eine Scheune am Oermter Kirchweg in Issum zu löschen. Die Löschfahrzeuge kamen aus Sevelen, Issum und Rheurdt. Auch die Drehleiter aus Geldern war im Einsatz.

In unermüdlichem Einsatz kämpften die Helfer fast acht Stunden gegen die Flammen. Dank ihrer Hilfe blieb das unmittelbar an die Scheune angrenzende Wohnhaus vom Feuer verschont. Drei Kühe konnten leider nicht gerettet werden.

Eine außergewöhnliche Hilfe stand für die Feuerwehrleute während ihres Einsatzes bereit. Denn vor Ort gab es keine Gaffer und Schaulustige. Vielmehr kümmerten sich die Dorfbewohner rührend um ihre Einsatzkräfte. Eine Frau verteilte Brötchen mit Würstchen. Es gab Frikadellen, gekühlte Getränke, Kaffee und Tee – natürlich unter „sorgfältiger Beachtung der Einsatzstellenhygiene“, heißt es im Facebookpost der Feuerwehr. (sua)

Wie „Bild“ berichtete, halfen einem 28-jährigem Feuerwehrmann, der unter Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt war und zu dehydrieren drohte, neben den isotonischen Getränken des Rettungsdienstes auch die Frikadelle einer jungen Mutter wieder auf die Beine.

Brandoberinspektor Bernd Manders vom Löschzug Sevelen sagte dankbar:

Die komplette Nachbarschaft und die Gemeinde hat uns unterstützt.“

Auch auf Facebook heißt es von Seiten der Feuerwehrleute: „Allen Beteiligten danken wir an dieser Stelle ganz herzlich für die Unterstützung!“

Und am 17. August wird es dann wirklich gemütlich. An diesem Tag lädt die Feuerwehr Sevelen ab 16.00 Uhr auf dem Sportplatz am Koetherdyck zum 40. Feuerwehrfest ein. Dann sorgt die Feuerwehr für das leibliche Wohl und auch gute Unterhaltung. (sua)



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