Belarussischer Machthaber Alexander Lukaschenko. Moskau, 9. September 2021. Symbolbild.Foto: SHAMIL ZHUMATOV/POOL/AFP via Getty Images

Flüchtlingsstreit: „2.000 Menschen sind kein großes Problem für Deutschland“

Epoch Times26. November 2021 Aktualisiert: 26. November 2021 14:59
Am Freitag besuchte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko eine provisorische Flüchtlingsunterkunft in der Nähe der polnischen Grenze. Er bekräftigte dabei seine Bitte an Deutschland, die Menschen aufzunehmen. "2.000 Menschen sind kein großes Problem für Deutschland", sagte Lukaschenko.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat den Migranten im Flüchtlingsstreit mit der EU seine Hilfe versprochen. „Wir werden mit euch zusammenarbeiten, um euren Traum zu verwirklichen“, sagte er am Freitag beim Besuch in einer provisorischen Flüchtlingsunterkunft in der Nähe der polnischen Grenze.

Lukaschenko sagte weiterhin, er verstehe die Asylsuchenden: Sie „versuchen, nach Europa zu kommen“, wohin sie „eingeladen“ worden seien. Er drängte Deutschland, die Flüchtlinge aufzunehmen: „2.000 Menschen sind kein großes Problem für Deutschland“.

Lukaschenko versprach laut Belta, ihren „Wunsch“ zu erfüllen – „auch wenn es schlecht für die Polen, Letten und alle anderen ist“. Es sei das Recht der Migranten, nach Westen zu gehen. „Wir werden nicht versuchen, euch zu fangen, zu schlagen und hinter Stacheldraht zu halten“, sagte Lukaschenko in Anspielung auf das angebliche Vorgehen polnischer Grenzschützer. Belarus könne jedoch „keinen Krieg beginnen“, um einen Korridor von Polen nach Deutschland zu schaffen.

An Deutschland gewandt sagte er: „Bitte nehmen Sie diese Menschen auf“. Ihre Zahl sei „nicht sehr groß“. Sie wollten „in Deutschland leben“ – nicht in Belarus.

Polen hatte die belarussischen Behörden in den vergangenen Wochen immer wieder beschuldigt, Flüchtlingen beim Grenzübertritt zu helfen. Die polnischen Behörden schickten hunderte Menschen danach umgehend wieder zurück nach Belarus.

Deutschland: 2.584 unerlaubte Einreisen im November

Die EU beschuldigt Lukaschenko, tausende vorwiegend aus dem Nahen Osten stammende Migranten mit dem Versprechen nach Belarus gelockt zu haben, dass sie von dort in die EU einreisen könnten. Brüssel zufolge will sich Lukaschenko damit für EU-Sanktionen rächen. Belarus weist die Anschuldigungen zurück.

Wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte, wurden im November bis zum Donnerstag „2584 unerlaubte Einreisen mit einem Bezug zu Belarus“ registriert worden. Im laufenden Jahr waren es demnach 10.425 unerlaubte Einreisen.

Unterdessen will der Irak weitere im belarussisch-polnischen Grenzgebiet festsitzende Migranten ausfliegen. Zwei Sonderflüge seien am Donnerstagabend von Bagdad aus nach Minsk gestartet, um 617 irakische Staatsbürger in den Irak zurückzuholen, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ina.

Vor einer Woche waren bereits mehr als 430 überwiegend irakische Kurden mit einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Iraki Airways in den Irak zurückgebracht worden. (afp/dl)



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