Frankreich und Italien unterzeichnen Freundschaftsvertrag

Frankreich und Italien haben einen bilateralen Vertrag über eine verstärkte Zusammenarbeit unterzeichnet. Das als Quirinal-Vertrag bezeichnete Abkommen ist dem Elysée-Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland nachempfunden.
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Französischer Präsident Emmanuel Macron (L) und Italiens Regierungschef Mario Draghi.Foto: DOMENICO STINELLIS/POOL/AFP via Getty Images
Epoch Times26. November 2021

Frankreich und Italien wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen. Der französische Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi unterzeichneten in Anwesenheit des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella am Freitag in Rom einen umfassenden bilateralen Vertrag.

Anschließend umarmten sich die drei Männer, während französische und italienische Fliegerstaffeln Rauchfahnen in den Nationalfarben der Länder über der italienischen Hauptstadt versprühten.

Schwerpunkte des Vertrags sind eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Diplomatie und Verteidigung, digitaler und ökologischer Wandel, Kultur und Bildung, Wissenschaft und Industrie sowie Raumfahrt. Der Vertrag soll zudem einen gemeinsamen Freiwilligendienst für junge Menschen einführen. Diplomaten zufolge sieht er auch die gegenseitige Einladung von Ministern zu den Kabinettssitzungen nach dem Vorbild des Aachener Vertrags vor.

Draghi nannte die Zeremonie „einen historischen Moment in den Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern“. Für Macron besiegelt der Vertrag „eine tiefe Freundschaft“. Es sei „fast eine Anomalie“ gewesen, dass es so einen Vertrag nicht früher gab.

Frankreich und Italien vereinen Macron zufolge „so viele Dinge“: „unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Künstler“. Beide Länder wollen für ein „stärker integriertes, demokratischeres und souveräneres Europa eintreten“, betonte der französische Präsident.

Das nach dem Unterzeichnungsort als Quirinal-Vertrag bezeichnete Abkommen ist dem Elysée-Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland aus dem Jahr 1963 nachempfunden. Dieser wurde 2019 durch den Vertrag von Aachen ergänzt. Macron versicherte, dass Frankreich nach dem Ausscheiden von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nach „Ersatz“ für die deutsch-französische Freundschaft suche. (afp/dl)



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