Französisches Schloss durch Crowdfunding restauriert

Von 8. Dezember 2021 Aktualisiert: 8. Dezember 2021 4:10

Wenn Sie Frankreich besuchen und etwas Zeit übrig haben, können Sie helfen, ein Schloss zu restaurieren. Seit vier Jahren arbeitet ein Team von Freiwilligen mit viel Herzblut daran,  eine romantische Festung vor dem Verfall zu retten. Eine gewaltige, aber lohnende Herausforderung für Liebhaber des kulturellen Erbes.

Unter den vielen Schlössern im Loire-Tal in Frankreich gibt es eines mit einer besonders faszinierenden Geschichte. Das Mothe-Chandeniers ist ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert mit romantischer Architektur.

Doch dieses Meisterwerk war einst vom Verfall bedroht. Nach einem Brand in den 1930er-Jahren blieb nur noch eine Ruine übrig. Bis vor vier Jahren eine Gruppe von Menschen eine einzigartige Idee zur Rettung des Schlosses entwickelte.

„Als ich das erste Mal hierherkam, wurde mir klar, dass dies ein Schloss wie aus dem Märchen ist. Das war außergewöhnlich.“ – Bastien Goullard, Mitbegründer des Vereines Dartagnan.

Bastien Goullard ist Mitbegründer von Dartagnans, einer Crowdfunding-Plattform zur Förderung des kulturellen Erbes und künstlerischer Projekte in Frankreich.

Bei der Kampagne zur Restaurierung des Schlosses kann man für etwa 60 Dollar einen Teil von Mothe-Chandeniers erwerben.

Im Gegenzug können die Käufer das Schloss jederzeit besichtigen und dürfen bei der jährlichen Versammlung mit darüber abstimmen, was mit dem Schloss geschieht.

In nur wenigen Monaten sammelte Dartagnans so 1,8 Millionen Dollar. Goullard und sein Team riefen darauf Freiwillige auf, bei der Restaurierung zu helfen.

Jean-Christophe Lippman ist einer der Ersten, die sich dem Abenteuer anschlossen.

„Meine Frau wollte ein aufregendes Geschenk zu Weihnachten. Ich fand die Idee, einen Teil eines Schlosses für 50 Euro zu kaufen, faszinierend. So bekam sie zu Weihnachten ein Stück dieses Schlosses geschenkt, voilà!“ – Jean-Christophe Lippmann, Sicherheitschef, Freiwilliger 

Jean-Christophe lebte früher in Paris. Schließlich zog er in diese Region, um jeden Tag an den Restaurierungsarbeiten teilnehmen zu können.

Er sagt, dass es viele rührende Geschichten über Menschen gibt, die helfen wollen.

„Eines Tages kam ein älteres Ehepaar mit Gehhilfen, um zu helfen. Wir baten sie, uns beim Tragen von Holz zu helfen. Sie verbrachten den ganzen Nachmittag damit, hin und herzulaufen, immer einen Ast in der Hand. Sie waren so froh, auf ihre Weise helfen zu können!“ – Jean-Christophe Lippmann

Nach dem Brand hat sich die Natur das Schloss zurückerobert. Aus den Ruinen wachsen inzwischen Bäume, was den Charme noch vergrößert.

Und so beschlossen die Freiwilligen, dass das Schloss als Einheit mit der Natur weiterleben sollte.

„Ich finde es immer toll, wenn neue Pflanzen wachsen wie diese hier. Diese spezielle Pflanze gibt es in der Region nicht, ich glaube, sie wurde von den Vögeln hierher gebracht.“ – Jean-Christophe Lippmann, Sicherheitschef, Freiwilliger 

Das Team von Goullard hat neben dem Schloss ein Gebäude errichtet, in dem Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Seminare stattfinden können.

Der gesamte Erlös fließt in die Restaurierung, die eine langfristige Verpflichtung darstellt.

Es wird Dutzende Jahre dauern, bis Freiwillige das Schloss restauriert haben. Einer der ersten Schritte besteht darin, diesen Bereich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der letzte Schritt wäre, Besuchern und Eigentümern die Möglichkeit zu geben, die Burg und ihre Türme zu besichtigen.

Vielleicht können sie sogar ein Candle-Light-Dinner auf dieser venezianischen Terrasse organisieren.

„Wir sprechen hier von einer sehr langen Zeit. Es wird Dutzende und Dutzende von Jahren dauern. Ich hoffe, dass die Menschen, die nach mir kommen, sich weiter darum kümmern werden.“ – Bastien Goullard, Mitbegründer des Vereines Dartagnan

Er sagt, dass Spenden aus den USA einen großen Teil der Finanzierung ausmachen.

4.000 amerikanische Bürger haben sich an dem Projekt beteiligt und sind jederzeit zu einem Besuch willkommen.

Auf Wiedersehen, wir sehen uns!“



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