Hauspreise in Europa: Stärkster Quartalsrückgang seit 2008 bzw. 2009

Die Immobilienpreise in Europa sanken im vierten Quartal 2022 um durchschnittlich 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. In Deutschland beträgt der Rückgang 5,0 Prozent.
Im Schnitt belief sich die Mietbelastung im vergangenen Jahr demnach auf 27,8 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens.
Nicht nur in Deutschland, auch im Euroraum sinken die Immobilienpreise.Foto: Federico Gambarini/dpa
Epoch Times4. April 2023

Nachdem das Statistische Bundesamt zuletzt bereits sinkende Immobilienpreise für Deutschland bestätigt hat, meldet jetzt auch die EU-Statistikbehörde Eurostat einen Rückgang der Hauspreise in Europa. Im vierten Quartal 2022 sanken diese gegenüber dem Vorquartal im Euroraum um 1,7 Prozent und in der EU um 1,5 Prozent. Das teilten die Statistiker am Dienstag (4. April) mit.

Dies ist demnach der stärkste vierteljährliche Rückgang für den Euroraum seit dem vierten Quartal 2008 (-1,7 Prozent) und für die EU seit dem ersten Quartal 2009 (-1,9 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahresquartal wurde allerdings noch ein Anstieg der Hauspreise gemessen, der aber bei Weitem nicht mehr so deutlich ausfiel wie zuletzt. So stiegen die Hauspreise im vierten Quartal 2022 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal im Euroraum um 2,9 Prozent und in der EU um 3,6 Prozent. Im dritten Quartal hatte der jährliche Anstieg noch bei 6,6 bzw. 7,3 Prozent gelegen.

Unter den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, zeigte sich im vierten Quartal 2022 in sieben von ihnen ein jährlicher Anstieg der Hauspreise von über zehn Prozent.

Entwicklung der Preise nach Ländern

Die höchsten Anstiege wurden in Kroatien (+17,3 Prozent), Estland (+16,9 Prozent), Ungarn (+16,5 Prozent) und Litauen (+16,0 Prozent) beobachtet. Die Hauspreise in Dänemark (-6,5 Prozent), Schweden (-3,7 Prozent), Deutschland (-3,6 Prozent) und Finnland (-2,3 Prozent) sanken hingegen.

Gegenüber dem Vorquartal sanken unterdessen die Hauspreise in fünfzehn Mitgliedstaaten. In Kroatien (+4,7 Prozent), Rumänien (+2,5 Prozent) und Litauen (+1,9 Prozent) wurden die höchsten Anstiege und in Dänemark (-6,5 Prozent), Deutschland (-5,0 Prozent) und Zypern (-4,0 Prozent) die stärksten Rückgänge beobachtet. (dts/mf)



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