Nigel Farage.Foto: Peter Summers/Getty Images

Reform UK: „Mr. Brexit“ Nigel Farage benennt Partei um und will Lockdowns bekämpfen

Von 3. November 2020 Aktualisiert: 3. November 2020 14:40
Nigel Farage gilt als einer der Pioniere des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Nun hat er seiner Brexit-Partei einen neuen Namen gegeben: Als „Reform UK“ soll sie wieder in der Politik mitmischen – diesmal im Kampf gegen Corona-Lockdowns.

Der 1964 geborene und seit den frühen 1990er Jahren für einen Austritt Großbritanniens aus der EU aktive Nigel Farage will es politisch noch einmal wissen: Wie die BBC berichtet, hat der gelernte Rohstoffbroker am vergangenen Freitag (30.10.) bei der Wahlkommission um die Umbenennung seiner „Brexit Party“ in „Reform UK“ angesucht.

Farage, der von 1999 bis 2020 für den Stimmbezirk Südostengland im Europäischen Parlament saß, will den Kampf gegen Lockdowns in der Corona-Krise zu seinem künftigen Schwerpunkt machen.

Ab Donnerstag einmonatiger Lockdown in Großbritannien

Der jüngst von Premierminister Boris Johnson verkündete neuerliche Lockdown werde „am Ende mehr Lebensjahre kosten als retten“, meint Farage und fordert eine Corona-Politik, die darauf gerichtet wäre, Immunität aufzubauen und nur die Risikogruppen proaktiv zu schützen.

Vom kommenden Donnerstag an werden Pubs, Restaurants, Fitnessklubs, sogenannte „nicht existenzielle“ Geschäfte und Gottesdienststätten für vier Wochen geschlossen. Mehrere Abgeordnete der Konservativen lehnen die Lockdown-Maßnahmen ab. Johnson hat jedoch die Unterstützung der Labour-Partei auf seiner Seite, deren Chef Sir Keir Starmer einen Lockdown bereits zu einem früheren Zeitpunkt verhängen hätte wollen.

Mehr Lebensjahre verloren als gerettet

Seit dem 20. Oktober lag die Zahl der positiven Tests mit SARS-CoV-2 fast täglich bei über 20.000, mit einem Höchstwert von 26.684 am 21. Oktober. Die Zahl der Toten ist ebenfalls angestiegen auf bis zu 367 am 27. Oktober. Zuletzt lag sie am Sonntag bei 162. Der Tageshöchstwert am 21. April lag bei 1.166.

Nigel Farage erklärt, die Regierung habe sich einseitig in die Corona-Bekämpfung verrannt und sei nicht bereit, Fehler einzugestehen. Gegenüber BBC erklärte er:

Der neue nationale Lockdown wird mehr Lebensjahre vernichten als retten. Patienten ohne COVID, die Krebs, Herzkrankheiten, Lungen- oder ähnliche Probleme haben, werden ihre Behandlungen wieder verschieben oder absagen müssen. Die Selbstmordrate wird steigen. Unternehmen und Jobs werden vernichtet.“

Reform UK für Immunisierungsstrategie in der Corona-Politik

Farage fordert, dass Großbritannien den Weg der „Great Barrington Declaration“ geht, die den Schutz älterer Menschen und anderer Risikogruppen in den Mittelpunkt stellt, während alle anderen weitgehend in Normalität leben können.

Der Rest der Bevölkerung soll einfach Hygienemaßnahmen und ein Mindestmaß an Common Sense bewahren“, so Farage, „und sein Leben weiterleben – so bauen wir Immunität in der Bevölkerung auf. Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben und uns nicht in Angst davor zu verkriechen.“

Nigel Farage war bereits für mehrere Parteien politisch aktiv. Von 1978 bis 1993 war er Mitglied der Konservativen, die er nach der Zustimmung von Premier John Mayor zum Maastricht-Vertrag verließ. Anschließend gründete und führte er die UK Independence Party (UKIP), mit der es ihm gelang, 2016 die erfolgreiche Brexit-Volksabstimmung durchzufechten.

Farage kehrte entgegen seiner Absicht in die Politik zurück

Anschließend zog er sich aus der Politik zurück, weil er sein Ziel als erreicht betrachtete. 2018 verließ er die UKIP wegen deren Öffnung nach rechtsaußen. Im letzten Jahr trat er mit der „Brexit Party“ noch einmal erfolgreich zur EU-Wahl an und stellte auf diese Weise den erforderlichen Druck sicher, der die Konservativen und deren neuen Parteichef Boris Johnson dazu veranlasste, den Austritt aus der EU zu vollziehen.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion