Russland zu Atomkonflikt: Washingtons Entscheidungen führen zu „unzumutbarem Druck“ auf den Iran

Epoch Times8. Mai 2019 Aktualisiert: 13. Mai 2019 11:54

Russland hat den „Druck“ der USA auf den Iran im Atomkonflikt als „unzumutbar“ angeprangert. Präsident Wladimir Putin habe die „unüberlegten und willkürlichen Entscheidungen“ Washingtons kritisiert, die zu einem „unzumutbaren Druck“ auf den Iran geführt und nun in Teheran „ärgerliche Maßnahmen hervorgerufen“ hätten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch.

Russland setze sich weiter für den Erhalt des Atomabkommens mit dem Iran ein. Das Außenministerium in Teheran hatte zuvor angekündigt, dass der Iran Teile des internationalen Atomabkommens aussetzt.

Der Nationale Sicherheitsrat erklärte, der Iran werde die geltenden Beschränkungen bei den Beständen an angereichertem Uran und Schwerwasser aufheben.

Iran stellt Ultimatum

Überdies stellte der Iran den verbleibenden Parteien im Atomabkommen (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China und Russland) ein Ultimatum: Sollten deren Zusagen „insbesondere im Öl- und Bankensektor“ nicht binnen 60 Tagen wieder aufgenommen werden, werde der Iran weitere seiner Verpflichtungen aufkündigen.

Das Abkommen war 2015 nach jahrelangen Verhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland geschlossen worden.

Es soll sicherstellen, dass der Iran nicht die Fähigkeiten zum Bau einer Atombombe erlangt. US-Präsident Donald Trump hatte es vor genau einem Jahr im Mai 2018 einseitig aufgekündigt und die Wiedereinführung von Wirtschaftssanktionen gegen den Iran veranlasst. (afp)

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