US-Präsident Trump im Gespräch mit Medienvertretern am 20. August 2019 nach dem Treffen mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis.Foto: Alex Wong GettyImages

Trump: Ich bin der „Auserwählte“, der es mit Peking aufnimmt

Von 23. August 2019 Aktualisiert: 23. August 2019 8:50
US-Präsident Trump hat den unfairen Handelspraktiken Pekings den Kampf angesagt; das hätte bereits von seinen Vorgängern erledigt werden müssen. "Es ist an der Zeit, dass China an den Tisch kommt, seine Märkte öffnet und sich wie jede andere Industrienation an die Regeln des internationalen Handels hält", fügte Vizepräsident Pence hinzu.

Während US-Präsident Donald Trump am 21. August mit Journalisten im Weißen Haus sprach, sagte er, dass sein Leben einfacher wäre, wenn er keinen Handelskrieg mit China führen müsste, aber er sei „der Auserwählte“, der es mit Peking aufnehmen solle.

Die Kommentare schlossen an seine Bemerkungen vom Vortag an, die er gegenüber Reportern nach einem Treffen mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis im Weißen Haus gemacht hatte.

Trump sagte, er müsse Peking wegen unfairer Handelspraktiken zur Rechenschaft ziehen, weil China Amerika seit Jahrzehnten betrüge.

Jemand musste sich damit befassen, was China den Vereinigten Staaten wirtschaftlich antut. Wir werden gewinnen. Ich habe es übernommen. Es hätte eigentlich von früheren Präsidenten getan werden müssen, aber ich habe es in die Hand genommen“, sagte er.

China hat dieses Land 25 Jahre lang abgezockt… Und es ist an der Zeit, auch wenn es für kurze Zeit für unser Land neben den guten auch ein paar negative Auswirkungen haben kann.“

Im März 2018 kam eine Untersuchung (Abschnitt 301) vom Büro des US-Handelsbeauftragten zu dem Schluss, dass die Pekinger Regierung seit langem Diebstahl des geistigen Eigentums unterstützt. Danach erließ die US-Regierung Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 250 Milliarden Dollar, was zum derzeitigen Handelskrieg führte.

Am 1. August kündigte Trump neue Zölle von 10 Prozent an, die ab September auf weitere chinesische Importe im Wert von 300 Milliarden Dollar erhoben werden sollen. Betroffen sind Smartwatches, Smart Speakers und Bluetooth-Kopfhörer. Einige neue Zölle wurden inzwischen auf Mitte Dezember verschoben.

Wenn sie keinen ehrlichen Deal machen wollen, bin ich nicht dazu bereit, einen zu machen

Laut Trump habe China etwa 2 Millionen Arbeitsplätze verloren. Dabei bezieht er sich auf Daten der chinesischen Investitionsbank China International Capital Corp.. Diese veröffentlichte Zahlen, dass Chinas Industriesektor im vergangenen Jahr durch den Handelskrieg 1,8 Millionen bis 1,9 Millionen Arbeitsplätze verloren habe.

Viele internationale Unternehmen haben ihre Produktion in Länder wie Vietnam und Mexiko verlagert, um die US-Zölle zu umgehen.

Trump sagte am Dienstag, er sei noch nicht bereit, ein Handelsabkommen mit China abzuschließen.

China hat das schlechteste Jahr seit 27 Jahren hinter sich. Und sie wollen einen Deal mit uns machen, aber ich kann Ihnen sagen, dass ich nicht bereit bin, einen Deal zu machen. Wenn sie keinen ehrlichen Deal machen wollen, bin ich nicht bereit, einen Deal zu machen“, sagte Trump.

Er fügte hinzu:

„China will einen Deal machen, und das ist gut so. Aber es muss ein Deal sein, der uns gegenüber fair ist. Es kann kein Deal sein, der nicht fair zu uns ist.“

Es ist an der Zeit, dass China sich an Regeln des internationalen Handels hält

US-Vizepräsident Mike Pence kritisierte ebenfalls Pekings Handelspraktiken in einer Rede vom 14. August vor dem Wirtschaftsclub Detroit.

Die Kommunistische Partei Chinas setzt Maßnahmen ein, die mit freien und fairen Handelspraktiken unvereinbar sind. Dazu gehören Zölle und Quoten, Währungsmanipulation, erzwungener Technologietransfer, Diebstahl des geistigen Eigentums und Industriesubventionen“, und das seit Peking Mitglied der Welthandelsorganisation wurde, sagte Pence.

Es ist an der Zeit, dass China an den Tisch kommt, seine Märkte öffnet und sich wie jede andere Industrienation an die Regeln des internationalen Handels hält“, fügte Pence hinzu.

Pence sagte auch, dass China vor jedem Handelsabkommen die chinesisch-britische Gemeinsame Erklärung respektieren und keine Gewalt anwenden dürfe, um die anhaltenden Proteste in Hongkong zu beenden.

In seinen Ausführungen vom Mittwoch ging Trump auch auf die Hongkong-Frage ein und sagte: „Ich hoffe, Hongkong wird sehr menschlich gelöst werden“.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von al)
Originalartikel: Trump Says He Is ‘Chosen One’ to Take on Beijing and End Its Unfair Trade Practices


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