Unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen: WHO meldet weltweit deutlich sinkende Corona-Zahlen

Von 14. Februar 2021 Aktualisiert: 15. Februar 2021 9:42
Die aktuellen Daten der WHO lassen einen deutlichen Rückgang der weltweiten Zahl an Corona-Neuinfektionen erkennen – unabhängig davon, welche Maßnahmen ergriffen wurden.

Mit Stand vom Freitag (12.2.) haben sich weltweit offiziell seit Ausbruch der Pandemie mehr als 107 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nachdem die Ausbreitung von Corona auf globaler Ebene in der Zeit zwischen 20. Dezember 2020 und 10. Januar 2021 einen Höhepunkt mit bis zu 844.000 Neuinfektionen pro Tag erreicht hatte, ist dieser Wert den offiziellen Zahlen der WHO zufolge seither auf zuletzt knapp 418.000 zurückgegangen.

Es zeigt sich: Die Zahlen der an COVID-19-Erkrankten sinken weltweit – unabhängig davon, welche Maßnahmen die einzelnen Staaten und Regionen ergriffen hatten.

Wirkung gleicher Corona-Maßnahmen kann komplett unterschiedlich sein

Die Entwicklung in unterschiedlichen Ländern deutet darauf hin, dass es hinsichtlich der ergriffenen Strategien bezüglich Corona-Maßnahmen und dem Verlauf der Krankheit keine Automatismen gibt.

Während Brasilien mit geringen Lockdown-Maßnahmen nur eine langsame Erholung verzeichnen kann, hat sich in Schweden, wo man lediglich einige geringfügige Einschränkungen im öffentlichen Fernverkehr eingeführt hat, nach einem Anstieg der Zahlen im Dezember die Lage wieder beruhigt.

Unter den Lockdown-Ländern wiederum hat Österreich bereits seit Mitte November einen deutlichen Rückgang der Infektionen zu verzeichnen, während Deutschland oder Frankreich wesentlich länger noch mit einer Verbreitung des Virus auf hohem Niveau zu kämpfen hatten.

Anders als im Frühjahr hat es Schweden in der Zeit der zweiten Welle geschafft, die Zahl der Todesfälle in den Pflegeheimen einzudämmen. Mit gezielten Schutzmaßnahmen war jedoch auch in dieser besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe in dem skandinavischen Land ab dem Spätherbst ein in Relation geringerer Anstieg der Infektions- und Todeszahlen zu verzeichnen als in Deutschland.

Zahlen auch bei offensiver Impfstrategie unterschiedlich

Auch in den Ländern mit offensiven Impfstrategien zeichnet sich kein einheitlicher Trend ab. Zwar hat in Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten das Tempo bei der Impfung zur Folge, dass bei Geimpften schwere oder tödliche Verläufe einer Corona-Infektion nur noch sehr selten auftreten. Die Zahl der Neuinfektionen als solche selbst bleibt in beiden Ländern jedoch verhältnismäßig hoch.

Demgegenüber ist in Russland, wo bereits seit Herbst der Sputnik-V-Impfstoff zum Einsatz kommt, bereits seit Mitte Dezember ein deutlicher Rückgang der Neuinfektionen zu verzeichnen.

Die WHO geht in Russland allerdings auch von einer vorwiegenden Cluster-mäßigen Infektionsverbreitung aus, während in den meisten Ländern die Übertragung in der Gemeinschaft insgesamt überwiegt.

WHO-Funktionär rückte bereits im Vorjahr von Lockdown ab

Die uneinheitliche Entwicklung in einzelnen Staaten und Regionen bei eindeutiger Verfestigung der globalen Entwicklung insgesamt scheint die Einschätzung des WHO-Funktionärs Dr. David Nabarro zu bestätigen, der bereits im Herbst davor gewarnt hatte, Lockdowns als Königsweg zur Eindämmung von Corona zu betrachten.

Er erklärte damals, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor allem dazu führten, dass arme und armutsgefährdete Personen ins Elend gestürzt würden – neben negativen psychischen und mentalen Folgen auch in der Bevölkerung reicherer Länder, die Lockdowns besser verkraften könnten.

Deutlicher Rückgang in Amerika und Europa

Die Zahl der weltweiten täglichen Neuinfektionen befindet sich nun wieder etwa auf dem Standard von Mitte Oktober, bevor es vor allem in einigen europäischen Ländern zu einem sprunghaften Anstieg gekommen war.

Der aktuelle deutliche Abwärtstrend geht auch vor allem mit signifikanten Rückgängen bei den Neuinfektionen in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent einher.

Waren in Nord-, Mittel- und Südamerika in der Woche vor dem 4. Januar noch mehr als 2,5 Millionen Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden, sank dieser Wert auf mittlerweile 901.370 Fälle in der Woche bis zum 8. Februar.

In Europa überschritt die Zahl der Positivtests in der Woche vor dem 2. November die Zwei-Millionen-Marke und lag nach dem Jahreswechsel noch bei knapp 1,9 Millionen. Mittlerweile ist diese Zahl auf etwa 688.000 gefallen.

In Südostasien hatte die Zahl der positiv Getesteten bereits im Spätsommer 2020 ihren Höhepunkt erreicht – mittlerweile ist nur etwa ein Sechstel der damaligen Zahl an Neuinfektionen zu verzeichnen.

Deutschland kein Musterschüler mehr

Auch innerhalb der Regionen gibt es Unterschiede: Während beispielsweise in Brasilien die Erholung langsamer verläuft und eine volatile Abfolge von Anstiegen und Rückgängen bei den positiven Tests zu verzeichnen ist, sinkt die Zahl in Kolumbien sehr deutlich.

In Europa gehören Frankreich, Spanien und auch Deutschland zu den Ländern, in denen der Rückgang unstetiger ist. In Großbritannien, Russland und der Türkei sinken die Neuinfektionen nach einem Höhepunkt zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar schnell und nachhaltig.

 



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