Deutschlands größter Flüchtlingsheimbetreiber macht weiterhin gute Geschäfte

Epoch Times5. April 2018 Aktualisiert: 5. April 2018 9:04
Deutschlands größter Flüchtlingsheimbetreiber European Homecare macht weiter satte Gewinne. Negativ-Schlagzeilen in der Vergangenheit und Flüchtlingsrückgang beeinträchtigen das Geschäft kaum.

In jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Was die sogenannte „Flüchtlingskrise“ betrifft, konnten sich beispielsweise die Betreiber von Flüchtlingsheimen teilweise eine goldenen Nase verdienen. Allen voran das Essener Unternehmen „European Homecare“, der größte Flüchtlingsheimbetreiber Deutschlands.

Das „Handelsblatt“ hat sich die Jahresbilanz 2016 des Unternehmens genauer angeschaut und konnte dabei einen Umsatz von 277 Millionen Euro feststellen, das waren rund 100 Millionen mehr als im Vorjahr.

Wie aus einer älteren Bilanz des deutschen Handelsregisters hervorgeht, machte der Dienstleister „European Homecare“ im Jahr 2015 einen Umsatz von 177,7 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2014 hatte sich der Umsatz damit um rund 357 Prozent gesteigert, 2014 waren es 38,9 Millionen Euro.

Mit solch einem Erfolg hatte das Management der Firma offenbar selbst nicht gerechnet. Laut Handelsblatt heißt es im Lagebericht des Unternehmens, dass der erhebliche Rückgang der Asylbewerberzahlen „anders als erwartet“ keine Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn des Unternehmens gehabt habe. Der tatsächliche Gewinn belief sich 2016 auf 32 Millionen Euro, das waren knapp 27 Prozent mehr zum Vorjahr, so das Handelsblatt.

Wie rasant das Unternehmen in kürzester Zeit gewachsen ist, zeigt sich auch in den Mitarbeiterzahlen. 2015 besaß die Firma 120 Betreuungseinrichtungen in denen 1100 Mitarbeiter tätig waren. Laut Handelsblatt kamen 2016 zwar nur fünf Heime hinzu, aber die Mitarbeiterzahl war inzwischen mehr als doppelt s0 hoch, sie belief sich auf 2700 Angestellte.

Horrende Knebelverträge und schlechte Zustände

European Homecare ist in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. In der Stadt Essen etwa, hat die Firma je nach Belegung zwischen 1900 und 9400 Euro pro Bett in einem Zeltdorf vom Steuerzahler kassiert.

Und auch die Zustände in den Einrichtungen waren mitunter katastrophal. Schlechte Hygienezustände und Schlägereien kamen immer wieder ans Tageslicht. In einer Flüchtlingsunterkunft in Burbach wurden 2014 durch Mitarbeiter einer externen Sicherheitsfirma Flüchtlinge misshandelt. Auch gegen Firmenchef Korte wurde damals ermittelt.

Das alles hat dem Wachstum des Unternehmens aber nicht geschadet. In nur drei Jahren konnte es seine Erlöse um 600 Prozent steigern.

Wie das Handelsblatt schreibt, geht das Management aber nicht davon aus, dass das Wachstum auf diese Weise weitergeht. Bereits im zweiten Halbjahr 2016 sei der Umsatz bereits leicht zurückgegangen. Für 2017 und auch für die Zukunft erwarte man ein deutlich niedrigeres Umsatzergebnis.

(mcd)

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