NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).Foto: Sascha Schuermann/Getty Images

Razzia: Moscheeverein unter Extremismusverdacht – Innenminister verweist auf „Null-Toleranz-Strategie“

Epoch Times13. November 2018 Aktualisiert: 13. November 2018 17:56
Wenn man genügend Beweise bekomme und ein Verbot nach dem Vereinsgesetz möglich sei, "werden wir den Verein verbieten", versicherte Innenminister Herbert Reul (CDU).

„Das Ministerium des Inneren teilt mit“: So fängt die aktuelle Pressemitteilung der NRW-Sicherheitsbehörden zu einer Razzia gegen einen Moscheeverein in Mönchengladbach an.

In den frühen Morgenstunden des heutigen Dienstag, 13. November, durchsuchten rund 250 Polizeibeamte einen Moscheeverein in Mönchengladbach sowie 15 Wohnungen von Vereinsmitgliedern. Die Ermittler stellten u. a. Laptops, Mobiltelefone, Speichermedien und schriftliche Unterlagen sicher.

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden ist der Verein Anlaufstelle für zahlreiche Personen aus dem salafistischen und islamistischen Spektrum.“

(Polizeibericht)

Das Innenministerium verwies darauf, dass mit der Durchsuchung nicht automatisch ein Verbot des Moscheevereins verbunden ist. Ziel der polizeilichen Maüßnahmen sei es, den bestehenden Verdachtsmomenten nachzugehen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) machte allerdings deutlich:

Wenn wir Hinweise darauf haben, dass sich ein Moscheeverein zum Treffpunkt von gefährlichen Extremisten entwickelt hat, handeln wir. Auch das ist Teil unserer Null-Toleranz-Strategie für mehr Sicherheit in Nordrhein-Westfalen.“

(Herbert Reul, Innenminister NRW)

Nach Angaben des Innenministers würden die sichergestellten Gegenstände und Unterlagen jetzt sorgfältig ausgewertet. „Wenn wir dabei genügend Beweise bekommen und ein Verbot nach dem Vereinsgesetz möglich ist, werden wir den Verein verbieten“, so Reul. (sm)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion