Nord Stream 2-Projekt.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Ton im Streit um Bau von Nord Stream 2 wird schärfer

Epoch Times23. Januar 2019 Aktualisiert: 8. Februar 2019 10:49
Der Ton im Streit um den Bau der Nord Stream 2 wird immer schärfer.

Der Ton im Streit um den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 zwischen den USA und Deutschland wird immer schärfer.

Nachdem US-Botschafter Richard Grenell deutschen Unternehmen mit Sanktionen gedroht hat, haben führende ostdeutsche Politiker eine Einmischung in die deutsche Wirtschaftspolitik scharf kritisiert, berichtet das Magazin Superillu.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider sprach von „Realsatire“ und sagte, dass der US-Botschafter als „diplomatischer Hampelmann“ agiere und „über das diplomatische Parkett“ stolpere.

Dies, so Schneider weiter, sei angesichts der grundsätzlichen Bedeutung des transatlantischen Verhältnisses und der großen außen- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen besorgniserregend.

Fragen der deutschen und europäischen Energiepolitik müssen in Berlin und Europa entschieden werden – und nicht in Washington“, so Schneider.

Der Sprecher der ostdeutschen CDU-Abgeordneten im Europaparlament, Hermann Winkler, forderte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf, sich deutlicher zum Bau der Gaspipeline zu bekennen, „um damit ein klares Signal gen Westen zu setzen“.

Zudem verwies er darauf, dass der Bau der Pipeline im ostdeutschen Interesse liege, da das Gas mit bereits getätigten Milliardeninvestitionen bis nach Österreich weitergeleitet werde. Auch erhöhe der Bau der Pipeline nicht die Abhängigkeit von Russland, da es sich nur um ein Infrastrukturprojekt handele.

Wir können uns nicht wie im Kalten Krieg nationalen Interessen von Großmächten beugen“, sagte Winkler dem Magazin.

Nord Stream 2 wird von einem Konsortium unter der Federführung des russischen Staatskonzerns Gazprom gebaut. An dem Projekt sind auch die deutschen Konzerne BASF und Uniper beteiligt. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion