Wang Zhen zeigt den Hilferuf und Fotos von seiner Frau.
Wang Zhen zeigt den Hilferuf und Fotos von seiner Frau.
Foto: Screenshot aus der Webseite boxun.com / Epoch Times Deutschland

Unmenschliche Zustände

China: Hilferuf von einer schwangeren Frau aus dem Masanjia-Arbeitslager

von Fu Ming und Ai Xin / SOH, Samstag, 2. Februar 2013 16:00

 

Ein Hilferuf  von Liu Yuling, die zurzeit in Masanjia-Arbeitslager gefangen gehalten wird, wurde von einer Frau, die am 13. Januar aus diesem Arbeitslager entlassen wurde, an die Öffentlichkeit gebracht. In dem Brief wurde geschrieben, dass Liu bereits im sechsten Monate schwanger sei und jeden Tag mehr als neun Stunden schwere körperliche Arbeit leisten müsse. Die Mitarbeiter des Arbeitslagers haben ihr keine medizinische Untersuchung erlaubt und ihr gedroht, sie als geisteskrank ins Irrenhaus zu bringen. Die vor kurzem freigelassene Gefangene hat den Hilferuf von Liu in ihrem Unterleib versteckt und somit die strenge Kontrolle überwunden.

Der Sohn von Liu Yuling sagte gegenüber Sound of Hope (SOH), dass er seine Mutter am 14. Januar besucht habe. Er könne nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass seine Mutter schwanger sei, aber er wisse, dass ihr Bauch nicht normal gewesen sei. Jeden Tag müsse seine Mutter trotz ihres großen Bauches mindestens neun Stunden lang intensive körperliche Arbeit leisten. Seine Mutter habe mehrere Male gefordert, eine Untersuchung in einem Krankenhaus durchführen zu lassen. Die Mitarbeiter der Arbeitslager haben seine Mutter aber bedroht, wenn sie weiterhin diese Forderung stelle, werde sie ins Irrenhaus gebracht. Außerdem haben sie seiner Mutter eine Zeit lang Medikamente geben wollen.

Nach einem Bericht von SOH habe Frau Liu in ihrem Hilferuf geschrieben, dass ihr Bauch jeden Tag wachse und dass sie die Bewegungen des Kindes spüren könne. Wang Zhen, der Ehemann von Liu, sei sehr besorgt. Er wisse nicht, was er tun könne, um seine Frau und das Kind aus dem Arbeitslager zu retten.

SOH erklärte, dass die freigelassene Gefangene den Hilferuf in ihrem Unterleib versteckt habe, weil bei der Entlassung von Gefangenen aus den Arbeitslagern in China eine strenge und gründliche Untersuchung durchgeführt werde. Sowohl Männer als auch Frauen müssen sich komplett ausziehen, damit sichergestellt werden könne, dass sie nichts „Illegales" bei sich haben.

Der Ehemann von Liu sagte auch gegenüber SOH, wie streng die Kontrollen im Arbeitslager seien. Er meinte, dass dort nicht fotografiert werden und man nicht nach draußen telefonieren dürfe. Auch Briefe dürfen nicht nach draußen gebracht werden. Die Freiheit der Gefangenen in den Arbeitslagern werde so eingeschränkt wie in einem Gefängnis.

SOH erklärte, dass das Masanjia-Arbeitslager bekannt für seinen schlechten Ruf sei. Die Gefangenen seien alle Frauen. Zwischen 20 Uhr und 5 Uhr dürfen sie keine Toilette besuchen. Jeden Tag müssen die Gefangenen bis zu 13 Stunden lang hart arbeiten. Diejenigen, die sich beschweren, werden gefoltert. Zu den vielen grausamen Methoden gehöre auch die Misshandlung der Geschlechtsorgane.

Der Grund der Verhaftung von Liu ist die sogenannte „Störung der sozialen Ordnung", weil sie im Januar 2012 nach Peking gereist war und sich über den gewaltsamen Abriss ihres Hauses beschwert hat.

Original-Artikel auf Chinesisch: 中共马三家劳教所的罪恶-一封由阴道带出的求救信

 



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